Cover "Crave": Der Hintergrund ist schwarz mit einer blutbefleckten Blüte darauf. Das Design erinnert an die "Twilight" Bücher
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Crave

Rezension zu „Crave“ von Tracy Wolff

Meine Bewertung:
3 Sterne von 5

Details:
Titel: Crave
Originaltitel: Crave
Reihe: Katmere Academy Chroniken Band 1
Autorin: Tracy Wolff
Übersetzung: Katarina Ganslandt
Verlag: dtv
Seiten: 690
Kauflink: Amazon
Preis: 20,00 € (D) Hardcover; 12,99 € (D) E-Book

Klappentext:

Nach dem Unfalltod ihrer Eltern verschlägt es Grace buchstäblich ins kalte Exil: die Wildnis von Alaska, wo ihr Onkel ein Internat leitet, in dem es nicht mit rechten Dingen zugeht. Und die Schüler sind nicht weniger mysteriös, allen voran Jaxon Vega, zu dem Grace sich auf unerklärliche Weise hingezogen fühlt – trotz aller Warnungen, dass sie in seiner Nähe nicht sicher ist. Doch Jaxon hat seinen Ruf nicht umsonst: Je näher sie und der unwiderstehliche Bad Boy einander kommen, desto größer wird die Gefahr für Grace. Offensichtlich hat jemand es auf sie abgesehen …

Meine Meinung:

Nachdem die Eltern von Grace bei einem Unfall gestorben sind, holt ihr Onkel sie an das Eliteinternat Katmere Academy in der Wildnis von Alaska. Schnell merkt Grace, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht. Die Schüler scheinen in einem regelrechten Kampf miteinander zu stehen und der mysteriöse Jaxon Vega warnt sie, dass sie nicht sicher sei. Obwohl ihre Cousine sie ihrerseits vor Jaxon warnt, fühlt sie sich unerklärlich zu ihm hingezogen. Und dann häufen sich plötzlich die Unfälle, bei denen Grace nur knapp mit dem Leben davonkommt.

Hardcover unter der Schutzhülle bei Crave: Das Design ist das gleiche, wie auf der Schützhülle, aber ohne Titel

„Crave“ wurde mir im Vorfeld als „Twilight 2.0“ beschrieben. Grundlegend die gleichen Tropes und Charaktere sollten vorkommen. Anfangs musste ich dem auch recht geben, allerdings entwickelte sich „Crave“ doch schnell zu etwas ganz Eigenem. Grace und Jaxon sind völlig andere Charaktere als Bella und Edward. Während ich Grace auch sehr viel angenehmer finde, durch ihr loses Mundwerk und ihre Fähigkeit, sich durchzusetzen, hatte ich mit Jaxon dagegen ganz eigene Probleme.

Ich gehöre ja nun nicht zu den Leuten, die Bad Boys mögen und Jaxon wirkt zumindest zu Beginn wie ein klassischer Vertreter dieser Gattung. Davon bleibt aber recht schnell nur die äußere Hülle übrig, was mich irgendwie doch verwirrt hat. Warum muss der Kerl ständig zu allen (außer Grace) gemein sein, wenn er so doch eigentlich nicht ist? Die Begründung, die zwischen den Zeilen mitschwang, war meiner Meinung nach nur bedingt glaubhaft.

Illustration zum Kapitelbeginn von Crave: Zu sehen ist die gleiche Rose wie auf dem Cover in schwarzweiß

Die Handlung war für mich ein auf und ab. Zeitweise hatte ich wirklich Spaß beim Lesen und habe mich gewundert, was wohl hinter all den Geheimnissen steckte. Dann gab es Momente, in denen alles plötzlich völlig vorhersehbar wurde und man seitenlang darauf warten muss, dass endlich der große Plotttwist kam, der schon lange keine Überraschung mehr war. Da kam bei mir leider ein wenig Langeweile auf. Vor allem die erste Hälfte des Buches war davon betroffen. Und dann sind da die Momente, in denen das Buch an einen Unfall erinnert. Irgendwie will man nicht weiterlesen, aber man kann auch nicht so richtig wegsehen.

Der Schreibstil war größtenteils locker, angenehm zu lesen und vor allem humorvoll, was mir die meiste Zeit über sehr gut gefallen und dazu beigetragen hat, dass ich trotz langweiliger Strecken gerne weitergelesen habe. Allerdings wirkten die actionreichen Szenen dadurch nicht sonderlich überzeugend. Es gab seitenweise eigentlich spannende Handlung, die ich irgendwann nur noch quer gelesen habe, weil die Stellen klang, als ob ein Kind sie erzählen würde.

In Bezug auf einen Punkt bin ich mir bis zuletzt nicht einig geworden, was ich dazu denken soll. „Crave“ verwendet beinahe jeden Trope und jedes Klischee, das ein YA-Vampirroman so bieten könnte. Ehrlich gesagt war mir nicht klar, ob dies so überspitzt, schon als Parodie auf andere Werke durchgehen könnte, oder ob es ernst gemeint war. Genauso wusste ich nicht, ob mich das eher belustigen, oder nerven sollte.

Illustration auf der ersten Seite von "Crave": Zu sehen ist die Catmere Academy in der Wildnis Alaskas
Fazit:

Auch wenn „Crave“ von Klischees nur so wimmelt und nicht immer besonders gut geschrieben ist, ist es doch ein Buch, welches voll Humor steckt und Spaß beim Lesen macht.

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1 Kommentar

  1. […] Buch ist der zweite Teil einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zum ersten Band.Hier geht es zur Rezension zu […]

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