Cover "Coming of Rage": Ein Polaroid von zwei küssenden Männern ist auf einem weißen Hintergrund zu sehen, darüber steht der Titel in geschwungenen Buchstaben
Lesetipp New Adult Romance

Coming of Rage

Rezension zu „Coming of Rage” von Sophie Edina

Meine Bewertung:
4 1/2 Sterne von 5

Details:
Titel: Coming of Rage
Autorin: Sophie Edina
Seiten: 358
Kauflink: Amazon
Preis: 13,90 € (D) Taschenbuch

Klappentext:

Wie könnte Jeremy nicht wütend sein? Er hatte alles: Eine Schauspielkarriere, ein schickes Apartment in New York und eine starke, schöne Frau an seiner Seite. Doch seine inneren Dämonen holten ihn ein und zwangen ihn zur Flucht in sein altes, glanzloses Leben im schottischen Glasgow. Über all die Dinge, die ihn wirklich beschäftigen, darf er nicht sprechen. Und ihm will ohnehin niemand zuhören – bis er auf Alex trifft. Alex, dessen Arme Tattoos und Narben zeichnen, und in dessen Augen Grau zu Gold wird. Kann er Jeremy einen Ausweg zeigen, ehe dieser im emotionalen Chaos ertrinkt? Ein intensiver wie poetischer Debütroman, der aus Fremden Verbündete und aus Wut Hoffnung macht.

Klappentext "Coming of Rage"
Meine Meinung:

„Coming of Rage“ wurde mir freundlicherweise von der Autorin als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich war zudem Testleserin. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.

Als Jeremy in seine Geburtsstadt Glasgow zurückkommt, tut er dies als gebrochener Mann. Lange hatte er als berühmter Schauspieler in New York alles, doch dann holten ihn seine inneren Dämonen ein. Nun darf er nicht mehr über seine Vergangenheit sprechen und zwischen ihm und seiner Familie ist die Beziehung alles andere als gut. Doch dann trifft er Alex, der seine Vergangenheit offen auf der Haut trägt, der über Therapie spricht und der ihn zu verstehen scheint.

„Coming of Rage“ ist ein bewegender und berührender NA-Roman, mit einer queeren Lovestory und einem starken Fokus auf mentaler Gesundheit. Gerade was den letzten Punkt angeht, hebt sich dieses Buch stark von anderen des Genres ab. Die Charaktere haben psychische Erkrankungen und sprechen darüber. Es geht um Therapie, darum sich seinen Dämonen zu stellen und sie hoffentlich zu überwinden. Aber auch darum, wie schwer dies ist. Es gibt durchaus problematisches Verhalten in diesem Roman, dieses wird in dem Zusammenhang aber immer in den richtigen Kontext gesetzt, was ich sehr gut fand. Man merkt hier, dass die Autorin vom Fach ist.

Besonders beeindruckt hat mich jedoch die Sprache. Die Autorin hat einen wundervollen Schreibstil, der wirklich sehr gut zu allen Seiten der Geschichte passte. An manchen Stellen zogen sich zwar die inneren Monologe, aber dies war nie so stark, dass ich Abschnitte überspringen wollte. Im Gegenteil, dies passte gut zum eben genannten Fokus auf mentale Gesundheit, denn teilweise wird hier sehr überzeugend ein ungesundes Gedankenkarussell dargestellt.

Die Charaktere waren wirklich sehr gut dargestellt. Insbesondere Jeremy, in dessen Kopf man sich befindet, machte eine glaubhafte Entwicklung durch, die nicht immer gradlinig war. Aber auch Alex war ein toller Charakter, dem ich das ganze Buch über nur das Beste gewünscht habe.

Die Geschichte selbst hatte so viele Facetten, dass es schwer ist, dies in Worte zu fassen. Denn auch wenn die behandelten Themen eher bedrückend waren und die Geschichte dies teils auch war, war hier doch auch ganz viel Hoffnung zu spüren. Und an manchen Stellen heiterte die Stimmung des Buches so weit auf, dass ich richtig grinsen oder sogar lachen musste. Hier wurde eine riesige Bandbreite an Gefühlen bedient und es war eine Freude, diese Geschichte zu lesen.

Auf die nächste Ebene gehoben hätte das Buch noch, wenn gewisse Elemente aus der Vergangenheit etwas stärker thematisiert worden wären. Im späteren Verlauf wurde hier auf Erlebnisse und Beziehungsdynamiken Bezug genommen, welche unter anderem für den Zustand des Protagonisten verantwortlich waren. Jedoch wurden diese zuvor im Buch nie angesprochen, oder nur nebenbei erwähnt, wodurch dies für mich etwas plötzlich kam.

Widmung: "Für all jene, die verletzt und trotzdem schön, unvollkommen und trotzdem stark, unsicher und trotzdem laut sind. Ihr seid meine goldenen Linien in der Nacht.
Fazit:

„Coming of Rage“ konnte mich durch eine große Bandbreite an Emotionen, tolle Charaktere und eine sehr gute Darstellung von mentaler Gesundheit überzeugen. Ich kann das Buch definitiv weiterempfehlen, würde aber raten, im Zweifel vorher die Content Notes zu beachten.

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