Rezension zu „Cibola brennt“ von James Corey
Dies ist der vierte Teil einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zu den ersten Bänden.
Hier geht es zur Rezension zu „Leviathan erwacht“.
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Cibola brennt
Originaltitel: Cibola Burn
Reihe: The Expanse, Band 4 von 9
Autor: James Corey
Übersetzung: Jürgen Langowski
Verlag: Heyne
Seiten: 654
Kauflink: Amazon
Preis: 11,00 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Ein interstellares Portal hat sich geöffnet. Angespornt von den ungeahnten Möglichkeiten, die sich damit bieten, bricht die Menschheit zu den Sternen auf und besiedelt fremde Welten. Inmitten der blutigen Raumschlachten um die Ressourcen der neuen Planeten stoßen die Siedler auf die Überreste einer uralten Zivilisation. Für Captain James Holden und seine Crew beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn das, was die außerirdische Zivilisation ausgelöscht hat, ist immer noch dort draußen …

Meine Meinung:
Der Ring, welchen das Protomolekül gebaut hat, wurde geöffnet und dahinter befindet sich der Zugang zu tausenden neuen Welten, die besiedelt werden können. Auf dem Planeten Ilus hat eine Gruppe Gürtler eine Minenbasis aufgebaut, doch die Erde möchte ihr Recht auf das neue Land verteidigen. James Holden und seine Crew werden als Vermittler dorthin geschickt. Doch nicht nur die eigenen Konflikte bedrohen die Menschen auf dem neuen Planeten, sondern auch das, was von einer ausgelöschten Zivilisation dort übriggeblieben ist.
Wie gewohnt wird auch dieses Buch aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Neben Holden erleben wir die Geschichte aus der Sicht des ehemaligen Gürtlers Basia, der Wissenschaftlerin Elvi und des Sicherheitsmannes Havelock. Der Vorteil daran war, dass man alles, was geschah aus jedem möglichen Blickwinkel erleben konnte, was ausgesprochen interessant war.
Die Geschichte lässt sich gut in zwei Hälften teilen. Während es zu Beginn vor allem um den Konflikt der beiden siedelnden Gruppen geht, beschäftigt sich die zweite Hälfte eher mit der außerirdischen Zivilisation, welche zuvor auf dem Planeten lebte. Die beiden Teile des Buches passten allerdings gut zusammen und auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass zum Ende hin etwas mehr über die Konsequenzen einiger Dinge aus der ersten Hälfte gesprochen worden wäre, war ich doch insgesamt zufrieden mit dem Buch.

Was ich leider als etwas schwächer empfunden habe, waren einige der Charaktere. Vor allem die Motivation des Gegenspielers des Buches fühlte sich eher schwach an, wodurch ich ihn zum Teil nicht wirklich ernst nehmen konnte. Auch Elvi konnte mich als Charakter nicht überzeugen. Der größte Teil ihrer Entwicklung drehte sich darum, wie heiß sie doch Holden fand. Ihre wissenschaftlichen Entdeckungen passierten eher nebenbei, obwohl diese viel spannender für die Handlung waren.
Insgesamt hat es mir gut gefallen, dass ein Buch der Reihe auf einem fremden Planeten gespielt hat. Die vorherigen Bände spielten zumeist im Weltall, was mir zwar auch jedes Mal gefallen hat, aber zu sehen, wie sich die Autoren neue Planeten vorstellen, hat mir viel Spaß bereitet.
Fazit:
Trotz einiger Schwächen, die einzelne Charaktere in diesem Buch aufwiesen, konnte mich auch der vierte Band der Expanse Reihe wieder mit einer spannenden Handlung und einer interessanten Änderung der Szenerie überzeugen.

