Cover "City of Ashes", darunter Lesezeichen mit Clary und Jace
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Buchbesprechung: City of Ashes

Buchbesprechung zu „City of Ashes“ von Cassandra Clare

Achtung: Dies ist eine Buchbesprechung, die Spoiler enthält. Dieses Format richtet sich eher an alle, die „City of Ashes“ bereits gelesen haben und sich gerne tiefergehend darüber austauschen wollen.

Klappentext:

Clary wünscht sich ihr normales Leben zurück. Doch was ist schon normal, wenn man als Schattenjägerin gegen Dämonen, Werwölfe, Vampire und Feen kämpfen muss? Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als der Unterwelt den Rücken zuzukehren. Doch als ihr Bruder Jace in Gefahr gerät, stellt sich Clary ihrem Schicksal – und wird in einen tödlichen Kampf gegen die Kreaturen der Nacht verstrickt.

Klappentext "City of Ashes"
Meine Meinung:

Ebenso wie im Fall des ersten Buches, „City of Bones“ hat mich die Nostalgie auch hier wieder gepackt. Nach so vielen Jahren erneut zu lesen, was Clary, Jace, Simon und die anderen erleben, hat einfach so viele Erinnerungen mit sich gebracht. Dabei waren allerdings keine an die Handlung von Buch 2. Alles was passiert ist, abgesehen davon, dass Simon nun zum Vampir wurde, war für mich wie neu. Besonders verwundert war ich über die Endszene auf Valentins Boot. In der Netflix-Show „Shadowhunters“ hat Valentin ein Boot und ich war mir absolut sicher, dass dies von der Serie erfunden wurde. Zu lesen, dass dieses Boot im Buch auch existierte, war dementsprechend etwas verwirrend.

Besonders irritiert hat mich auch die ganze Inzest-Geschichte zwischen Clary und Jace. In meiner Erinnerung haben die beiden erfahren, dass sie Geschwister sind, sie hat angefangen Simon zu daten und war nur ein wenig unglücklich wegen der Situation und erst als sie erfahren hat, dass sie doch nicht verwandt sind, lief wieder was zwischen den beiden. Aber nein, das Anschmachten zwischen Clary und Jace und die Intimität wäre wirklich unangenehm gewesen, wenn ich nicht eben bereits die Wahrheit kennen würde.

Viele Probleme aus dem ersten Band waren auch hier noch zu finden. In einigen Fällen gab es zumindest eine leichte Verbesserung, in anderen dagegen war es eher noch schlechter. Viele Konversationen fühlten sich noch gestelzter an, als im ersten Teil. Es gab so viele Witze, die die Autorin unbedingt einfügen wollte und die einfach nicht natürlich wirkten. Auch, dass unnötige Exposition durch Konversationen gegeben wurde, war in diesem Band noch ungelenker gehandhabt.

Dafür sind Clarys „not like other girls”-Tendenzen deutlich geringer als im ersten Band. Tatsächlich habe ich nur eine Stelle gefunden, in der ich wirklich die Augen verdrehen musste und in dieser ist es ihr immerhin auch selbst bewusst geworden. In anderen Belangen habe ich Clary hier aber als eher schlechtere Protagonistin wahrgenommen. Sie handelt so oft völlig irrational, dass es zeitweise wirklich nervig war. Im ersten Teil war es meist verständlich, wenn sie mit dem Kopf durch die Wand gerannt ist, aber diesmal gab es Situationen, in denen es einfach zu viel wurde.

"City of Bones" und "City of Ashes" nebeneinander, daneben ein Ordner auf dem "The Shadowhunter's Codex" steht

Egal was man an diesen Büchern aber kritisiert, eines muss man ihnen wirklich lassen: Der Bösewicht ist wirklich gut! Valentin ist kein typischer Buch-Bösewicht, der erstmal seine Untergebenen schickt und erst in der großen Klimax selbst kommt, wenn alle sich in Ruhe darauf vorbereiten konnten. Nein, Valentin macht sich auch selbst die Hände schmutzig oder schickt wirklich effektive Untergebene. Man hat eigentlich immer das Gefühl, dass eine Gefahr droht. Auch interessant fand ich, dass man Valentin wirklich verstehen kann. Die meisten Menschen werden ihm wohl nicht zustimmen, er ist definitiv kein moralisch grauer Charakter. Aber seine Ziele sind klar definiert und er hat seine eigenen Gründe, sie zu wollen. Auch wenn ich in keinster Weise Sympathie für ihn habe, finde ich ihn als Bösewicht doch sehr gelungen.

Die „Guten“ des Buches waren dafür umso ineffektiver. Die Truppe um Clary erkennt recht früh im Buch, was Valentins Ziele sind und statt Strategien zu entwickeln, wie sie ihn daran hindern könnten, schlagen sie sich mit Teenager-Problemen herum. Gerade im Mittelteil hat mich das doch sehr genervt, da sich dort vieles stark gezogen hat.

Fazit:

Insgesamt konnte mich Teil 2 deutlich weniger fesseln als Teil 1. Auch wenn ich definitiv nostalgisch geworden bin, gab es doch einiges, was mich doch sehr am Buch gestört hat. Ich hoffe, dass mir der nächste Teil doch wieder mehr zusagen wird.

Meine Bewertung:
3 Sterne von 5

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