Rezension zu „Blume und Salz“ von Mella Dumont
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Blume und Salz
Autorin: Mella Dumont
Seiten: 388
Kauflink: Amazon
Preis: 14,99 € (D) Taschenbuch; 3,99 € (D) E-Book
Erhältlich im Kindle Unlimited Abo
Worum geht es?
„Neue Schule, neues Glück, denkt die siebzehnjährige Nike, als sie aufs Gymnasium wechselt. Die ewige Außenseiterin hofft auf einen Neuanfang – und auf gute Freunde.
Zunächst läuft es gar nicht gut für sie, doch dann erbt Nike ein Talent, das sie sogar bei ihren größten Widersachern beliebt macht.
Von einem auf den anderen Tag steht sie im Zentrum der Aufmerksamkeit. Leider war diese Fähigkeit nicht für sie bestimmt, sondern für einen einflussreichen Fabrikbesitzer, der es nicht gewohnt ist, zu verlieren.
Silas ist ebenfalls neu an der Schule. Immer wieder quält er Nike mit Andeutungen über ihr besonderes Talent. Wie viel weiß er wirklich? Und wird er sein Wissen nutzen, um ihr zu schaden?“
Meine Meinung:
Die Geschichte:
Berenike, genannt Nike, wechselt endlich von der Realschule aufs Gymnasium. Sie hofft, dass sie nun endlich Freunde finden wird, doch leider macht einer ihrer Mitschüler ihr sofort das Leben zur Hölle und mit der Tatsache, dass sie täglich im Altenheim Klavier spielt, kann sie auch keine Punkte sammeln. Das ändert sich erst, als sie von ihrer Mutter das große Familiengeheimnis erfährt: Sie kann die Talente von Menschen erben, wenn diese in ihrer Nähe versterben. Im Gegenzug dafür ist sie sozusagen als weißes Blatt Papier, ohne jegliche Stärken geboren worden. Nike erbt kurze Zeit später ein ganz besonderes Talent, welches plötzlich dafür sorgt, dass alle sie lieben.
Die Kernidee des Buches ist meiner Meinung nach sehr interessant und auch größtenteils gut umgesetzt. Es gab zwei Stellen, an welchen die „Regeln“ die das Buch gesetzt hat, gebrochen wurden. In einem Fall wurde dies auch von der Autorin kommentiert, im anderen Fall wurde es ignoriert. Diese Stellen haben mich etwas gestört. Abgesehen davon wird mit der Fähigkeit aber sehr kohärent umgegangen. Gut fand ich auch, dass es keinen Info Dump gab, sondern Nikes Fähigkeiten und die Grenzen dieser nach und nach erläutert wurden.
An vielen Stellen in der Geschichte habe ich stark gemerkt, dass ich nicht die Zielgruppe bin. Sowohl vom Schreibstil her als auch vom Setting ist diese eher für Jugendliche geschrieben. Ich muss dennoch sagen, dass ich mehrfach dachte, dass dieses Buch vor noch 10 Jahren vermutlich zu meinen Lieblingsbüchern gezählt hätte und auch jetzt hatte ich Spaß beim Lesen. Ich habe mich beinahe etwas zurückversetzt gefühlt, in meine Schulzeit.
Auch die Liebesgeschichte des Buches war nett erzählt. Natürlich bediente sie das Klischee, dass sich der Schulschwarm in die Protagonistin verliebt. Aber in dieser Geschichte wurde dies nicht plump erzählt, sondern mit interessanten Ideen ausgeschmückt. Das Ganze lief dadurch auf eine Weise ab, die glaubhaft war.
Der Schreibstil:
Wie bereits gesagt, ist der Schreibstil eher an Jugendliche angepasst. Vor allem die Reaktionen der Protagonisten auf neue Informationen war aus meiner Sicht manchmal unglaubwürdig (Etwas überspitzt: „Hey, du hast diese Fähigkeit!“ – „Oh cool, na dann!“).
Grundsätzlich hat mich dies zwar manchmal etwas schmunzeln lassen und wenig gestört, allerdings hätte ich mir mehr gewünscht, dass die Autorin mehr Dinge gezeigt hätte, statt sie nur zu erzählen.
Die Charaktere:
Die einzigen Charaktere, welche vernünftig ausgearbeitet sind, sind die Protagonisten Nike und Silas. Diese haben aber mehrere Charaktereigenschaften, sowohl positive als auch negative, handeln kohärent und waren mir schnell sympathisch.
Die meisten Nebencharaktere haben nur ein oder zwei Eigenschaften, sie kommen aber auch selten vor. Grundsätzlich habe ich die Charakterausformung der Seitenanzahl, auf denen sie vorkamen, als angemessen empfunden.
Fazit:
„Blume und Salz“ würde ich Jugendlichen ohne Einschränkungen empfehlen. Auch Erwachsene können jedoch Spaß daran haben. Das Buch verfolgt eine interessante Idee und setzt diese größtenteils gut um. Auch die Charaktere sind schön ausgestaltet. Einzig der Schreibstil kann, gerade für ältere Leser, etwas störend wirken.

