Rezension zu „Blood Over Bright Haven“ von M.L. Wang
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Blood Over Bright Haven
Originaltitel: Blood Over Bright Haven
Autorin: M.L. Wang
Übersetzung: Ulrike Brauns
Verlag: Adrian Verlag
Seiten: 480
Kauflink: Amazon
Preis: 22,00 € Gebunden; 13,00 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Seit zwanzig Jahren widmet Sciona jeden wachen Moment dem Studium der Magie, angetrieben von dem wahnsinnigen Wunsch, das Unmögliche zu erreichen: die erste Frau zu sein, die jemals zum Hohen Magisterium der Universität für Magie und Industrie zugelassen wird.
Als Sciona endlich ihr Ziel erreicht und eine Hochmagierin wird, stellt sie fest, dass die Herausforderungen gerade erst begonnen haben. Ihre neuen Kollegen sind entschlossen, ihr das Gefühl zu geben, nicht willkommen zu sein – und stellen ihr statt einer qualifizierten Laborassistentin einen Hausmeister zur Seite.
Weder Sciona noch ihre Kollegen wissen, dass ihr schweigsamer Assistent nicht immer Hausmeister war. Vor zehn Jahren war er ein nomadischer Jäger, der seine Familie auf der gefährlichen Reise von den wilden Ebenen in die Stadt verlor. Aber jetzt sieht er die Gelegenheit, die Kräfte zu verstehen, die seinen Stamm dezimiert und ihn aus seiner Heimat vertrieben haben, um die Privilegierten an der Macht zu halten.
Zunächst herrscht zwischen Magier und Außenseiter ein zerstrittenes Verhältnis. Doch gemeinsam decken sie ein uraltes Geheimnis auf, das den Lauf der Magie für immer verändern könnte – wenn sie nicht vorher getötet werden.

Meine Meinung:
Sciona besitzt alles, um am Hohen Magisterium für Magie zugelassen zu werden – wäre sie nicht als Frau geboren. Doch entgegen aller Widerstände schafft sie es, als erste Frau überhaupt, die Zulassung zu erhalten. Statt jedoch an der Seite ihrer Kollegen zu arbeiten, legen diese ihr Steine in den Weg. Statt eines qualifizierten Assistenten soll ihr etwa der Hausmeister bei ihrer Forschung assistieren. Doch Thomil ist mehr als er zu sein scheint und gemeinsam kommen die beidem einem Geheimnis auf die Spur, das alles verändern könnte.
Schon der Prolog dieses Buches gibt einem ein Gefühl davon, was einen hier erwartet. Die kurze Szene ist so spannend, wie grausam und man erfährt genau, was außerhalb der Mauern der Stadt auf einen lauern würde.
Beide Hauptcharaktere konnten mich schnell für sich einnehmen. Insbesondere Sciona hat es mir hier angetan – mit all ihren Stärken und Schwächen. Sciona führt Lesenden im Laufe der Geschichte so vieles vor Augen, darunter etwa, wie man selbst als marginalisierte Person blind sein kann für das Leid von noch weniger privilegierten Menschen. Ich fand Sciona sowohl als Charakter als auch um eben diese Dinge vor Augen zu führen, extrem gut geschrieben.
In diesem Zusammenhang haben mir auch die hier eingebundenen Thematiken rund um Sexismus, Diskriminierung und Xenophobie sehr gut gefallen. Das Buch ist nicht unbedingt subtil, wenn es darum geht. Dies passt aber generell zum hier gewählten Stil.
Insgesamt bietet die Geschichte eine sehr gute Mischung aus Spannung aber auch aus etwas langsameren Szenen, in welchen die Welt erklärt wird. Das Buch ist eine sehr gelungene Dark Academia Story und gerade in dem Zusammenhang mochte ich den Fokus aufs Lernen, auf Wissen und auch auf die dunklen Seiten von akademischen Institutionen sehr.
Alles in allem war dies ein Buch, welches mich von der ersten bis zur letzten Seite absolut überzeugen konnte. Ich kann es nur voller Begeisterung weiterempfehlen und hoffe sehr, dass es auch auf dem deutschen Markt gut ankommt.

Fazit:
„Blood Over Bright Haven“ ist eine spannende Dark Academia Geschichte, welche sich insbesondere mit verschiedenen Formen von Diskriminierung auseinandersetzt. Die starken Charaktere, die packende Geschichte und die gute Aufarbeitung schwerer Themen machen dieses Buch zu etwas besonderem!

