Hier gibt es eine Übersicht über die Beiträge im September.
1) Kingdom of the Wicked – Der Fürst des Zorns
Emilia und ihre Zwillingsschwester Vittoria sind Nachkommen einer alten Hexenfamilie in Palermo Ende des 19. Jahrhunderts. Während Emilia eher ruhig und zurückhaltend ist, sucht Vittoria das Abenteuer. Eines Nachts findet Emilia ihre Zwillingsschwester ermordet im Kloster des Ortes vor. Bei dem Versuch, herauszufinden, was geschehen ist, beschwört sie versehentlich einen der sieben Höllenfürsten, Wrath. Auch wenn dieser behauptet, ihr helfen zu wollen, wurde Emilia seit ihrer Kindheit davor gewarnt, Dämonen zu vertrauen. Und doch scheint es Wrath ernst zu meinen …
„Kingdom of the Wicked“ fing eigentlich sehr schön an, mit einer Menge Atmosphäre. Leider hielt sich das nur kurz und wurde schnell zu einer beliebigen Romantasygeschichte, deren Erzählstil mir so gar nicht zugesagt und jegliche Spannung aus dem Buch genommen hat.
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2) Welch grausame Gnade
Nach zwei Jahren im Exil im Westen, kehrt die Erbin der kriminellen Scarlet Gang, Juliette Cai, nach Shanghai zurück. Doch die Macht ihrer Familie hat nachgelassen, seit immer mehr westliche Mächte in das Land eindringen. Zudem gibt es die rivalisierende Gang White Flowers, mit deren Erbe, Roma Montagov, sie noch eine Rechnung offen hat. Doch als eine mysteriöse, tödliche Krankheit in den Straßen Shanghais zu wüten beginnt, müssen Juliette und Roma ihre Fehde beenden und zusammenarbeiten, um ihre Stadt zu retten.
Diese Geschichte war eine ganz andere, als ich erwartet hatte. Vor allem mit den Horrorelementen, die ich doch teils sehr ekelig fand, hatte ich so nicht gerechnet. Dennoch war dies ein wirklich gutes Buch, welches einige wichtige Themen aufgegriffen und dabei eine interessante Geschichte geboten hat.
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3) Abaddons Tor
Das Protomolekül hat einen Ring gebaut und im Sonnensystem aufgestellt. Niemand versteht, was es mit der Struktur auf sich hat. Nach einem Vorfall am Ring, der einen Gürtler das Leben kostet, setzen sich alle Supermächte in Bewegung. Mittendrin sind James Holden und seine Crew, die eigentlich so weit wie möglich von alledem wegwollten.
Auch der dritte Teil der Expanse-Reihe konnte mich wieder überzeugen. Die Geschichte zeigt, wie wir Menschen selbst im Anblick der potentiellen Vernichtung trotzdem lieber gegeneinander arbeiten und welche Konsequenzen dies haben kann.
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4) Die Mitternachtsbibliothek
Noras Leben scheint ein einziges Desaster zu sein. Ihren Vater konnte sie vor seinem Tod nur enttäuschen, ihr Bruder spricht nicht mit ihr, weil sie die gemeinsame Band aufgegeben hat, ihr Chef kündigt ihr und ihr Kater wird überfahren am Straßenrand gefunden. Vor lauter Verzweiflung sieht sie nur noch die Möglichkeit, sich das Leben zu nehmen. Doch sie wacht in der Mitternachtsbibliothek auf – einem seltsamen Ort, an dem sie sehen kann, wie ihr Leben verlaufen wäre, hätte sie andere Entscheidungen getroffen.
Das Konzept dieses Buches hat mich sehr neugierig gemacht, doch leider war es einfach nicht gut umgesetzt. Während es zwar theoretisch interessant gewesen wäre, zu sehen, wie kleine Entscheidungen ein ganzes Leben verändern können, minimiert der Autor hier psychische Krankheiten und kommt zu einer etwas fragwürdigen Konklusion.
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5) Das Königreich aus Kupfer
Nach den Geschehnissen in Daevabad sah sich Nahri dazu gezwungen, den Sohn des gefährlichen Dschinnkönigs zu heiraten. Während sie versucht, ihre Freiheit zumindest teilweise zu bewahren, wird ihr immer wieder vor Augen geführt, dass ein falscher Schritt nicht nur ihren Tod, sondern auch den von vielen Unschuldigen bedeuten könnte.
Während ich in anderen Trilogien oft den zweiten Band am schwächsten finde, ist es hier genau andersrum – der zweite Band war ein gutes Stück besser als der bereits geniale erste Band. Zwischen politischen Intrigen und sich nähernden Kämpfen wollte ich am liebsten gar nicht, dass dieses Buch jemals endet.
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6) Was wir von Quallen lernen können
Der Literaturstudent Henry steht schon länger auf den süßen Barkeeper Max, den er bei den Quiz-Abenden im Pub regelmäßig sieht. Als er sich eines Tages einen Ruck gibt und ihm seine Nummer zuschiebt, beginnen die beiden, sich zu treffen und zu daten. Wenn sie sich sehen, scheint alles perfekt zu sein, doch Max verschwindet regelmäßig einfach von der Bildfläche und meldet sich tagelang nicht. Mehr und mehr beginnt Henry an der Beziehung zu zweifeln.
„Was wir von Quallen lernen können“ ist eine dieser süßen Geschichten, die sich langsam und heimlich ins Herz schleichen. Die beiden Protagonisten hatten eine Menge Chemie zwischen sich und obwohl mich der Schreibstil nicht überzeugen konnte, kann ich dieses Buch definitiv weiterempfehlen!
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7) The Boy Who Steals Houses – The Girl Who Steals His Heart
Sam ist fünfzehn und obdachlos. Während er in leerstehende Häuser einbricht, um dort die Nacht zu verbringen und Dinge zu stehlen, muss er sich gleichzeitig um seinen älteren, autistischen Bruder kümmern. Als er eines Tages in einem Haus zu lange schläft und nicht mitbekommt, dass die dort wohnende Familie zurückkommt, glaubt er bereits in einem Polizeiauto zu landen. Stattdessen wird er zum Essen eingeladen und erlebt zum ersten Mal, was eine Familie ist.
Dieses Buch verbindet einige starke Gegensätze auf wundervolle Weise miteinander und erschafft so eine herzzerreißende Geschichte. Leider gab es hier einige problematische Aspekte, welche mich doch eher gestört haben und viele der schwereren, vorkommenden Themen werden zwar angeschnitten aber nicht genug behandelt.








