Im Juni gab es insgesamt sechs Rezensionen und einen neuen Beitrag zu einem Klassiker.
Insgesamt haben mir die Bücher des Monats sehr unterschiedlich gut gefallen. Während es einerseits ein Jahreshighlight gab, waren andererseits auch zwei Bücher dabei, die mich sehr enttäuscht haben. Ich bin dafür sehr zufrieden mit der Genrevielfalt des Monats. Zuletzt habe ich fast nur noch Fantasy gelesen, weshalb ich froh bin, in diesem Monat auch wieder Rezensionen zu Romancebüchern und Zeitgenössischem zu haben.
1) Das Lied der Krähen

Der Meisterdieb Kaz Brekker lebt in Ketterdam, leitet dort den Krähenclub und ist ein hohes Mitglied einer Gang. Er erhält ein Angebot, das zu gut ist, um es auszuschlagen – auch wenn die Wahrscheinlichkeit zu sterben hoch ist. Gemeinsam mit einem Team aus fünf weiteren, macht er sich auf die Reise, um einen Gefangenen aus dem sichersten Gefängnis einer verfeindeten Nation zu holen.
Nachdem ich mich lange davor gedrückt habe, habe ich nun auch diese beliebte Dilogie gelesen. Auch wenn mich der allgemeine Hype nicht anstecken konnte, so kann ich die Beliebtheit doch verstehen. Großartige Charaktere, eine gut geschriebene Geschichte und einiges an Spannung – dieses Buch hat definitiv Spaß gemacht zu lesen!
Hier geht es zur gesamten Rezension.
2) Eule und Klassiker: Medea

Die Medea-Sage zählt bis heute zu den bekanntesten Sagen der Antike und wird in den bildenden Künsten immer wieder aufgegriffen. Gerade die Version des griechischen Dichters Euripides zählt noch immer zum Standard-Repertoire des Theaters und ist eines der meistaufgeführten Stücke aus der Antike. Grund genug also, sich das Werk einmal anzusehen, als jemand, der sich weder mit dem Mythos, noch mit antiker Literatur an sich auskennt.
3) Das Gold der Krähen

Nachdem den sechs Krähen ein spektakulärer Einbruch ins Eistribunal gelungen ist, erwartete sie in der Heimat nicht der versprochene Lohn, sondern nur Verrat. Doch Kaz ist nicht gewillt, einfach aufzugeben und als Inej entführt wird, sinnt er auf Rache. Das Team schmiedet neue Pläne, um sich zu holen, was ihnen gehört.
Auch der zweite Teil der Dilogie konnte mich packen. Ebenso wie beim ersten Teil hatte ich sehr viel Spaß beim Lesen, hatte aber auch ein paar Kritikpunkte. So gefiel mir hier etwa die Aufteilung des Buches nicht. Zwischendurch fühlte es sich an, als wäre hier etwas der Fokus verloren gegangen.
Hier geht es zur gesamten Rezension.
4) Unser letzter Tag

Ein Komet rast auf die Erde zu und kann nicht aufgehalten werden. In wenigen Stunden wird somit die Erde zerstört und die Menschheit vernichtet werden. Sieben sehr unterschiedliche Menschen stehen vor der Frage, wie sie ihren letzten Tag gestalten wollen. Alle sind miteinander verbunden, mindestens durch ihren gemeinsamen Freund Ludwig, der sie alle noch einmal besuchen möchte.
Dies war eines dieser Bücher, die ich mögen möchte, aber die einfach nichts für mich sind. Die Geschichte ist sehr intelligent geschrieben und der Schreibstil hat mir auch sehr zugesagt, aber leider konnte es mich nicht packen und abgesehen von Kleinigkeiten kann ich nicht mal genau in Worte fassen, woran es lag.
Hier geht es zur gesamten Rezension.
5) Und der Ozean war unser Himmel

Die Walin Bathseba geht als Lehrling der berühmten Kapitänin Alexandra auf die Jagd. Denn an der Wasseroberfläche, oder dem Abgrund, wie ihn die Wale nennen, kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Walen und Menschen. Bei einem Angriff auf ein Schiff entdecken die Wale eine Münze mit einer Spur zu Toby Wick, der unter den Walen als der Teufel selbst bekannt ist. Und Alexandra beschließt, ihn zu jagen.
Dieses Buch kann ich definitiv zu meinen Jahreshighlights zählen. Es war aufwühlend und unglaublich kraftvoll. Dazu hat es eine wichtige Nachricht, die uns alle etwas angeht. Ich kann es unbedingt weiterempfehlen!
Hier geht es zur gesamten Rezension.
6) Jeder deiner Atemzüge

Als Allie 2004 mit 12 Jahren ihre Sommerferien bei den Großeltern auf Kauai verbringt, trifft sie dort auf den merkwürdigen Jungen Kale, der eine eigenartige Verbindung zum Meer hat. Kale ist Apnoetaucher und versucht die größten Tiefen des Ozeans ohne Sauerstoffflasche zu bezwingen. Über die Jahre hinweg sehen sich die beiden immer wieder und ihre Beziehung zueinander wächst. Doch kann Allie damit leben, dass das Meer immer einen großen Platz in Kales Herzen einnimmt?
Trotz eines wunderschönen Schreibstils und einiger emotionaler Szenen konnte mich dieses Buch leider gar nicht überzeugen. Es gab viele problematische Inhalte, die ich als nicht zeitgemäß empfinde und die mich über das Buch hinweg mehr und mehr geärgert haben.
Hier geht es zur gesamten Rezension.
7) Am Ende sterben wir sowieso

Rufus und Mateo erhalten beide am gleichen Tag den Anruf des Todesboten – einem Service, der einem am Todestag Bescheid gibt, dass man sterben wird. Beide beschließen über eine App nach einem letzten Freund zu suchen und finden einander. Ihren letzten Tag verbringen sie gemeinsam und versuchen noch einmal richtig zu leben, sich Ängsten zu stellen und ohne Reue zu gehen.
Auch dieses Buch hat einige tolle Aspekte, wie etwa einen super Umgang mit Repräsentation. Leider konnte mich die Umsetzung der Thematik hier nicht überzeugen.
Hier geht es zur gesamten Rezension.

