Im Juli waren die vertretenen Genres wieder einmal sehr gemischt. Die Bewertungen dafür weniger. Fast alle Bücher lagen im 4-5 Sterne Bereich, bis auf das letzte Buch des Monats, welches leider eine ziemliche Enttäuschung war.
1) Pantopia
Patricia und Henry machen bei einem Wettbewerb mit, für den sie eine gut funktionierende KI programmieren sollen, die an der Börse zuverlässig Gewinne erzielen kann. Dabei entsteht die erste starke künstliche Intelligenz. Einbug ist sich seiner selbst bewusst und während er immer weiter wächst, beginnt er zu verstehen, dass er die Welt verändern muss. Doch zunächst stehen Patricia und Henry vor ganz anderen Problemen, denn jegliche Software ist Teil der Firma, die den Wettbewerb gesponsert hat.
„Pantopia“ ist so ganz anders, als alles was ich bisher gelesen habe. Ein Buch, welches die Entstehung einer Utopie begleitet und dies teilweise aus der Perspektive einer KI tut, habe ich so zuvor noch nie erlebt. Ich mochte den Ansatz und wie hoffnungsvoll das Buch in Bezug auf unsere Zukunft war. Trotz kleinerer Schwächen kann ich es definitiv weiterempfehlen.
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2) Leviathan erwacht
Die Menschheit hat den Mars und den Asteroidengürtel kolonisiert. Während Erde und Mars zwei Supermächte mit zerbrechlichem Frieden sind, sind die Asteroiden weit draußen der Slum der Menschheit, der gnadenlos ausgebeutet wird. James Holden arbeitet auf einem Eisfrachter und wird Zeuge, wie eben dieser von unbekannten Schiffen zerstört wird. Auf seiner Suche nach der Wahrheit und Gerechtigkeit entdeckt er ein schreckliches Geheimnis, dass die Menschheit vollständig vernichten könnte.
Als großer Fan der Serie „The Expanse“ musste ich natürlich auch die Bücher lesen. Die Geschichte hat mich auch in dieser Form fasziniert und auch wenn es ein paar Kleinigkeiten gibt, welche ich in der Serie besser gelöst finde, so mochte ich das Buch doch auch.
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3) Die Stadt der träumenden Bücher Teil 1 & 2
Diese Graphic Novels erzählen die Geschichte des Buches „Die Stadt der träumenden Bücher“ in Bildern. Dabei umfasst jeder Band ziemlich genau eine Hälfte des Romans.
Der junge Dichter Hildegunst von Mythenmetz von der Lindwurmfeste erhält ein perfektes Manuskript und begibt sich auf eine Reise nach Buchhaim, der Stadt der träumenden Bücher, um den Verfasser ausfindig zu machen. Dort gerät er in die Katakomben, wo er es mit Bücherjägern aufnehmen muss und selbst harmlose Bücher tödlich sein können.
Ich liebe das Buch „Die Stadt der träumenden Bücher“, weshalb ich die Graphic Novels ebenfalls lesen musste. Diese bleiben so nah wie möglich am Original, was mir zwar insgesamt gefallen hat, aber manchmal auch dazu führte, dass wichtige Stellen stark gekürzt werden mussten. Dennoch habe ich den Zeichenstil und vor allem die vielen Easter Eggs geliebt.
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4) Die Fürstin der Unterlande
Nach ihrem vernichtenden Kampf gegen die Herrin, wacht Yasha in den Unterlanden auf, einer sterbenden Welt, in welcher eine mächtige Fürstin regiert, deren Macht selbst die Herrin nichts entgegensetzen könnte. Um hier zu überleben, muss sie mit dem Wolf zusammenarbeiten. Zwischen all den Gefahren blitzen immer wieder Erinnerungen an ihr Leben als Jägerin auf und Yasha muss sich fragen, wie diese mit ihrer Situation zusammenhängen.
Nachdem mich schon der erste Band der Märchenwald-Dilogie begeistern konnte, schafft es der zweite noch düsterer zu werden. Erneut tauchen Charaktere aus klassischen Märchen auf und dabei sogar Figuren, auf denen die uns bekannten Märchencharaktere basieren. Ich kann diese Serie allen empfehlen, die mit den Erzählungen der Gebrüder Grimm aufgewachsen sind.
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5) Die Wut, die bleibt
Bei einem ganz normalen Abendessen steht Helene auf und stürzt sich wortlos aus dem Fenster. Plötzlich fehlt in ihrer Familie, bestehend aus ihrem Mann und ihren drei Kindern, alles, was die Mutter getan und gegeben hat. Ihre älteste Tochter, Lola, konzentriert sich auf ihre Wut, um mit der Trauer umzugehen, während Helenes beste Freundin, Sarah, versucht, die Familie zusammenzuhalten.
Wenig andere Bücher haben es in diesem Jahr geschafft, mich so viel zum nachdenken zu bringen, wie dieses hier. Es zeigt die Probleme ungleich verteilter Care Arbeit und wie diese das ganze Leben von Frauen beeinflusst. Ein wichtiges Buch, welches ich gerne allen ans Herz legen möchte!
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6) Uhrwerk Silberstahl
Nachdem eine grausame Vision von Ewanna Wirklichkeit und sie im Verlauf dessen zur Waise wurde, muss sie lernen, ihre mächtigen Fähigkeiten zu beherrschen. Sie wird von dem einflussreichen Purson aufgenommen, doch dieser scheint sein eigenes Spiel zu spielen und verrät ihr nur das nötigste. Währenddessen träumt Terry von einer kriminellen Karriere und bringt dabei alle die ihm nahestehen in ernsthafte Gefahr, als ein Gott sich seiner annimmt.
Eine magische Welt, die an die 20er Jahre angelehnt ist, Dämonen, ein Gott, der gegen die Natur kämpft, Verschwörungen… ich könnte so viele Gründe aufzählen, weshalb dieses Buch eine explosive und einzigartige Mischung ist. Dieser Fantasyroman ist definitiv eine Empfehlung wert.
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7) Für eine Nacht sind wir unendlich
Auf einem der größten Festivals der Welt in England treffen Jonah und Liv aufeinander. Zwischen den beiden knistert es sofort, obwohl sie so unterschiedlich sind. Doch Jonah möchte sich nicht auf ein weiteres kurzes Abenteuer einlassen und Liv ist gerade frisch von ihrem Freund getrennt. Ihnen bleibt nur eine Nacht, bis das Festival zu Ende ist, um herauszufinden, was sie voneinander wollen.
Der Monat endete leider mit einer Enttäuschung. Über dieses Buch will ich eigentlich so wenig wie möglich sprechen und die Wahrscheinlichkeit, dass es auf meiner Liste der größten Enttäuschungen des Jahres landet, ist äußerst hoch.
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