Rezension zu „Biss zum Morgengrauen“ von Stephenie Meyer
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Biss zum Morgengrauen
Originaltitel: Twilight
Reihe: Bella & Edward Band 1
Autorin: Stephenie Meyer
Übersetzung: Karsten Kredel
Verlag: Carlsen
Seiten: 526
Kauflink: Amazon
Preis: 19,99 € (D) Hardcover; 13,00 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Mit Romantik oder gar Leidenschaft hätte Isabella Swan ihren Umzug in die langweilige, verregnete Kleinstadt Forks kaum in Verbindung gebracht. Bis sie den undurchschaubaren und unwiderstehlichen Edward kennenlernt. Mit aller Macht fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Und riskiert dabei mehr als ihr Leben …

Meine Meinung:
Als Bella Swan zu ihrem Vater in die verregnete Kleinstadt Forks zieht, rechnet sie fest damit, es dort zu hassen. Doch unerwarteterweise lernt sie dort Freunde kennen und sie trifft Edward. Der gutaussehende, mysteriöse Bad Boy zieht sie unwiderstehlich an. Als sie sein Geheimnis kennenlernt muss sie sich entscheiden, ob sie wirklich ihr Leben riskieren will, um mit ihm zusammen zu sein.
Ich habe „Biss zum Morgengrauen“ zum ersten Mal in meiner Jugend gelesen und fand es damals ganz in Ordnung. Den Hype darum habe ich zwar nie nachvollziehen können, allerdings auch nicht den Hass. Ich mochte damals den Humor, konnte aber mit den Protagonisten wenig anfangen. Aus heutiger Sicht muss ich sagen, dass ich es deutlich schlechter finde als damals.
Die Geschichte ist aus heutiger Sicht extrem klischeehaft, allerdings muss man auch bedenken, dass viele dieser Klischees erst durch diese Geschichte zustande gekommen sind, weshalb ich dies natürlich nicht kritisieren möchte. Dennoch gibt es auch so viele Kritikpunkte, die ich mit Blick auf die entsprechende Zeit äußern möchte.
Handlungsmäßig passiert in dem Buch etwa fast gar nichts. Seitenlang plätschert der Plot vor sich hin, um dann plötzlich Fahrt aufzunehmen und sich sofort wieder aufzulösen.
Dann sind Bella und Edward keine besonders guten Protagonisten. Bella selbst ist völlig passiv und ihr innerer Monolog ist leider alles andere als spannend. Sie ist natürlich nicht wie andere Frauen und interessiert sich, nachdem sie Edward kennengelernt hat, nur noch für ihn, während sie ihre Freunde komplett vernachlässigt. Bei Edward selbst wird mehrfach problematisches Verhalten romantisiert. Wenn eine Frau rausfindet, dass ein Mann wochenlang in ihr Schlafzimmer eingebrochen ist, um ihr beim Schlafen zuzusehen, dann ist die richtige Reaktion nicht, dies romantisch zu finden…
Die Nebencharaktere waren so gut wie gar nicht ausgearbeitet und fühlten sich manchmal eher wie Pappaufsteller an. Besonders dass alle Bella so sehr mochten, obwohl diese komplett desinteressiert an allen war, war irgendwann nur ermüdend.
Auch der Schreibstil konnte mich nicht wirklich packen. Vieles fühlte sich zu gewollt an, zu beschreibend und zu langsam. Den Humor, den ich als Jugendliche gut fand, fand ich aus heutiger Sicht nicht mehr besonders erheiternd. Allerdings muss ich dazu auch sagen, dass ich nicht mehr zur eigentlichen Zielgruppe gehöre, weshalb ich diesen Punkt nicht wirklich kritisieren möchte. Ich weiß, dass mir dieser Aspekt gefallen hat, als ich zur Zielgruppe gehörte.
Trotz allem muss man schon sagen, dass „Biss zum Morgengrauen“ viel für das damals noch sehr junge YA-Genre getan hat. Egal, ob man dies gut oder schlecht findet, unser Buchmarkt würde heute sicher anders aussehen, ohne dieses Buch. Und auch, wenn ich es aus heutiger Sicht nicht übermäßig mag, kann ich es dennoch dafür respektieren, dass es tausende von Fans dazu gebracht hat, mehr zu lesen!
Fazit:
„Biss zum Morgengrauen“ ist meiner Meinung nach nicht besonders gut gealtert und hat einige Schwächen, dafür wenig Stärken. Dennoch ist es ein Meilenstein des Genres und hat es mit geformt.


[…] wurde mir im Vorfeld als „Twilight 2.0“ beschrieben. Grundlegend die gleichen Tropes und Charaktere sollten vorkommen. Anfangs musste […]
[…] Welt, jedoch kommen fantastische Elemente vor. Prominente Beispiele in diesem Bereich sind etwa „Twilight“ und die Schattenjäger-Chroniken. Die Autorinnen sprachen danach noch mit den Zuschauern […]
Sehr ehrlich wie Du reinszenierst, das ist sehr erfrischend;)
Alles Liebe
Diana