Cover "Bestickt mit den Tränen des Mondes" mit Magnetlesezeichen in Form eines Habichts
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Bestickt mit den Tränen des Mondes

Rezension zu „Bestickt mit den Tränen des Mondes“ von Elizabeth Lim

Dies ist der zweite Teil einer Dilogie. Meine Rezension enthält Spoiler zum ersten Band. Die Rezension zu diesem kann hier gelesen werden.

Meine Bewertung:
3 Sterne von 5

Details:
Titel: Bestickt mit den Tränen des Mondes
Originaltitel: Unravel the Dusk
Reihe: The Blood of Stars Band 2
Autorin: Elizabeth Lim
Übersetzung: Barbara Imgrund
Verlag: Carlsen
Seiten: 400
Kauflink: Amazon
Preis: 16,00 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book

Klappentext:

„Maia Tamarin hat es geschafft: Sie hat drei magische Kleider aus dem Blut der Sterne, dem Lachen der Sonne und den Tränen des Mondes erschaffen. Doch der Preis dafür war hoch: Der Dämon Bandur bekommt immer mehr Gewalt über sie, und schleichend verwandelt sich auch Maia in einen Dämon. Zuerst versucht sie, ihren Geliebten, den geheimnisvollen Magier Edan, zu schützen und hält es vor ihm geheim. Doch wenn sie seine Hilfe annimmt, kann sie vielleicht den bösen Mächten noch entkommen …“

Klappentext "Bestickt mit den Tränen des Mondes" mit Lesezeichen in Form eines Habichts
Zitat:

„Er ließ mich alle Stiche auftrennen, wenn ich einen ausließ, und aus meinen Fehlern lernte ich, dass eine einzige Naht den Unterschied ausmachen konnte zwischen einem Kleidungsstück, das saß und einem, das nicht saß. Dass sich ein unbeabsichtigter Riss ausbessern, aber nicht ungeschehen machen ließ.“

Meine Meinung:

Nachdem Maia die drei Kleider aus dem Lachen der Sonne, den Tränen des Mondes und dem Blut der Sterne erschaffen hat, scheint der Frieden im Land gesichert zu sein. Doch sie wurde auf ihrer Reise auch von einem Dämon gezeichnet, der langsam Besitz von ihr ergreift. Kann Edan ihr helfen, sich gegen ihn zur Wehr zu setzen?

„Ein Kleid aus Seide und Sternen“ hat es im letzten Jahr ganz an die Spitze meiner Top 10 geschafft. Umso mehr habe ich mich natürlich auf die Fortsetzung gefreut. Leider muss ich gestehen, dass sie mich eher enttäuscht hat.

Die Geschichte selbst ist eigentlich wieder magisch und hat mir grundlegend gut gefallen. Wir folgen Maia, wie sie versucht, den Frieden des Landes mit allen Mitteln zu sichern und gleichzeitig die dämonische Macht bekämpft, die mehr und mehr Gewalt von ihr ergreift. Auch später, als sich Maia erneut auf eine Reise durch das Land macht, bin ich ihr grundlegend gerne gefolgt und war interessiert daran, was passieren würde.

Illustration von Maia aus der Chest of Fandoms, zusammen mit beiden Bänden der Dilogie

Das Problem ist aber leider, dass beinahe nichts im Buch wirklich wichtig erscheint, oder Konsequenzen hat. Maia wird immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, die sie entweder sofort löst, oder die zumindest keine Konsequenzen für den Verlauf der Handlung haben. Dabei spielt besonders die Magie eine negative Rolle. Das Magiesystem im Buch ist sehr weich. Es werden keinerlei Regeln festgelegt, oder erklärt, wie diese funktionieren soll. Dies ist grundlegend erstmal interessant, da es die Magie weniger greifbar macht und eher als göttliche Kraft darstellt. Das Problem ist allerdings, dass Maia immer im richtigen Moment plötzlich doch genau weiß, was sie wie tun muss. Dabei nutzt sie auch Fähigkeiten, die zuvor nie erwähnt wurden. Für mich hat dies der Geschichte etwas die Spannung genommen, da ich irgendwann davon ausgegangen bin, dass Maia sowieso im richtigen Moment den Tag rettet, ohne, dass man als Leser wirklich versteht, wie dies geschehen ist. Zwischendurch wird auch erwähnt, dass Maia für gewisse magische Fähigkeiten einen Preis zahlen muss, allerdings scheint auch dieser nur relevant zu sein, wenn es gerade für die Geschichte passt. Wenn Maia Dinge tun muss, die diesem Preis entgegenstehen, dann wird einfach ignoriert, dass sie dies nicht tun können dürfte. So verliert sie zwischendurch ein paar ihrer Erinnerungen, erlangt diese aber doch immer dann wieder, wenn es eben nötig ist. Diese Inkonsistenz hat mich enorm gestört.

Die Charaktere konnten mich leider auch weniger überzeugen als im letzten Buch. Maia selbst wirkte ebenfalls oft inkonsistent, meist bedingt durch die eben beschriebene Problematik. Edan selbst mochte ich zwar, ich hatte allerdings auch ein wenig das Gefühl, dass er nicht mehr viel zur Geschichte beigetragen hat. Ebenso ging es mir mit anderen Nebencharakteren. Einige begleiten Maia zwar auch länger, aber sie wirkten alle unwichtig, da sie keinen Einfluss auf die Geschichte haben. Die Einzige, die zumindest teilweise heraussticht, ist Lady Sarnai, von der ich definitiv gerne mehr gesehen hätte.

Oben liegen "Ein Kleid aus Seide und Sternen" in der deutschen und englischen Version, darunter "Bestickt mit den Tränen des Mondes in der deutschen Version.
Fazit:

Trotz einer märchenhaften Geschichte hat mich der zweite Teil dieser Dilogie leider enttäuscht. Es gibt einfach zu viele Inkonsistenzen und zu vieles hat einfach keine Konsequenzen für die Handlung.

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