Eines meiner Ziele für 2024 war es, Reihen zu beenden und ich würde sagen, darin war ich sehr erfolgreich. Insgesamt 13 Reihen habe ich beenden können, darunter auch einige, an denen ich schon sehr lange saß. Natürlich ignorieren wir dabei mal, dass ich trotzdem mehr neue Reihen angefangen habe, aber ich bin trotzdem sehr froh, dass nicht alle davon wieder unbeendet blieben.
Alex Verus


Autor: Benedict Jacka 1
Übersetzung: Michelle Gyo
Bände: 12 + 1 Novelle
Dass ich die Alex Verus-Reihe beendet habe, fand ich zwar schade, aber gleichzeitig bin ich auch stolz darauf. 2020 habe ich mit dieser begonnen und seitdem habe ich die jeweils neuste Übersetzung immer sofort gelesen. 12 Bände und eine Novelle habe ich Alex und seine Freunde begleitet und auch wenn das Ende (und die Novelle) einen schlechten Nachgeschmack hinterließen, bin ich doch sehr froh darüber, dass ich so viel Zeit mit ihnen verbringen konnte. Dennoch werde ich die neue Reihe des Autors nicht weiterverfolgen – mehr dazu in meinem Beitrag zu den abgebrochenen Reihen 2024.
Claim the Stars


Autor: Brandon Sanderson
Übersetzung: Oliver Plaschka
Bände: 4
Durch die Claim the Stars-Reihe habe ich Brandon Sanderson zum ersten Mal kennengelernt und ich bin sehr froh, diesem Autor eine Chance gegeben zu haben. Insbesondere diese Reihe hat es mir damals auch angetan. Band 1 wäre beinahe in der Top 10 2021 gelandet und Band 2 war mein bestes Buch des Jahres 2022. Leider nahm die Qualität der Reihe danach für mich deutlich ab. Band 3 war dabei der schwächste Band und fühlte sich eher an wie eine Nebenquest, um mehr Zeit für die Reihe rauszuschlagen. Der letzte Band war zwar wieder stärker und hatte einige epische Momente aber auch hier wurde immer wieder wichtige Zeit für die Charaktere eingespart, wodurch das Ergebnis dann zwar gut, aber nicht überragend war. Dennoch wird mir diese Reihe immer in positiver Erinnerung bleiben, einfach schon deswegen, weil sie mich zu einem meiner Lieblingsautoren geführt hat.
The Radiant Emperor


Autor*in: Shelley Parker-Chan
Übersetzung: Aimée Bruyn de Ouboter
Bände: 2
Aktuell hat diese Reihe einen Ehrenplatz in meinem Regal, den sie wohl auch nur verlieren wird, wenn der Platz irgendwann zu knapp wird. Band 1 fand ich damals gut, insbesondere für ein Debüt. Ich habe es gerne gelesen, hatte einige Kritikpunkte, die eben auch typisch für ein Debüt waren und wusste damals schon, dass ich Band 2 unbedingt lesen würde. Zwischenzeitlich wurde dann sogar mein Blurb auf die Klappe der deutschen Edition gedruckt, wodurch es für mich sowieso schon ein besonderes Buch wurde – ja und dann kam Band 2. Von diesem hatte ich erwartet, dass er ebenso gut sein würde, wie Band 1. Und dann hat mir dieses Buch einfach das Herz aus der Brust gerissen und darauf rumgetrampelt. Ich kann mich an kaum ein Buch erinnern, zu dem ich so dermaßen viele Gefühle beim Lesen hatte. Es war das beste Buch meines letzten Jahres!
Mistborn Ära 1


Autor: Brandon Sanderson
Übersetzung: Michael Siefener
Bände: 3 + 1 Novelle
Die Trilogie zur ersten Mistborn Ära habe ich eigentlich bereits 2023 gelesen, aber da ich die dazugehörige Novelle erst in diesem Jahr beendet habe, konnte ich die Reihe erst damit abschließen. Auch diese Bücher gehörten zu den ersten, die ich von Brandon Sanderson gelesen habe und auch wenn die Reihe wohl nie zu meinen liebsten Büchern gehören wird, liebe ich doch das Worldbuilding. Die Idee, eine Welt durch verschiedene Ären zu begleiten, finde ich großartig und ich kann es kaum erwarten, die dritte Ära in ein paar Jahren zu erleben.
Mistborn Ära 2


Autor: Brandon Sanderson
Übersetzung: Michael Siefener
Bände: 4 + 1 Kurzgeschichte
Die zweite Ära von Mistborn war sozusagen ein Western, wobei dies im ersten Band noch am stärksten spürbar war. Und leider muss ich sagen, dass mich zwar erneut das Worldbuilding begeistern konnte, die Charaktere und der Plot dagegen meiner Meinung nach ziemlich schwach waren. Hier wurde mit zu vielen Klischees geliebäugelt und Charakterentwicklung passierte mir oft erst zu spät. Auch wenn dies objektiv immer noch gute Bücher waren, waren sie subjektiv einfach nicht wirklich etwas für mich.
Green Bone Saga


Autorin: Fonda Lee
Übersetzung: Charlotte Lungstrass-Kapfer
Bände: 3 + 1 Novelle + 1 Sammelband mit Kurzgeschichten
Dies war wieder eine dieser Reihen, die ich eigentlich nicht beenden wollte. Die Charaktere haben sich über drei lange Bände in mein Herz geschlichen und so waren einige Szenen des letzten Bandes auch ganz schön schwer zu ertragen. Aber natürlich ist auch dieses Buch wieder auf meiner Top 10 gelandet. Im Anschluss habe ich auch die Novelle und die Kurzgeschichten gelesen – während ich die Novelle als großartige Ergänzung empfunden habe, die noch einmal eine andere Seite beleuchtet, waren die Kurzgeschichten für mein Empfinden nicht nötig.
The Amberlough Dossier


Autorin: Lara Elena Donnelly
Übersetzung: Roswitha Giesen
Bände: 3
Lara Elena Donnelly kann man eines jedenfalls nicht vorwerfen: Dass sie inkonsistent wäre. Wenn man Band 1 dieser Reihe gelesen hat, dann weiß man, was einen in der gesamten Reihe erwartet. Sie behält ihre Stärken beim Schreiben ebenso wie ihre Schwächen. Und auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass sie an einigen Dingen zwischenzeitlich gearbeitet hätte, war ich so doch sehr froh zu wissen, was mich jeweils erwarten würde. Leider muss ich dennoch sagen, dass Band 3 der schwächste Band der Reihe war, wodurch ich leider nicht mit dem besten Gefühl aus der Trilogie gegangen bin. Aber insgesamt bin ich doch froh, die Bücher gelesen zu haben und würde sie insgesamt definitiv empfehlen, allein schon aufgrund der großartig geschriebenen Charaktere.
Die Zukunftsschimmer-Reihe


Autorin: Susan Kaye Quinn
Übersetzung: Michael Drecker
Bände: 4
Bei wenig Reihen empfinde ich die unterschiedlichen Bände so verschieden, wie bei dieser. Band 1 war ein guter Auftakt. Ein Buch, das mir für sich genommen etwas zu knapp war, aber das ein spannendes Rätsel präsentierte, welches ich unbedingt weiterverfolgen wollte. Band 2 schaffte es dann, mich völlig zu begeistern. Dieser Band war wirklich gut und ich habe mir gewünscht, dass die gesamte Reihe so weitergehen würde! Leider ging es ab Band 3 dann eher bergab. Insbesondere Band 4 war in der ersten Hälfte ziemlich enttäuschend und zog sich stark.
Ich liebe die Thematik dieser Reihe, ich liebe, was sie sein wollte, und ich liebe die erste Hälfte der Reihe, aber leider bin ich auch der Meinung, dass sie weit hinter ihrem Potenzial zurückgeblieben ist. Der Vorteil ist jedoch, dass es sich hier eher um zügig lesbare Novellen handelt und in diesem Kontext kann ich sie definitiv weiterempfehlen!
The Tea Dragon Society


Autorin: Kay O‘Neill
Bände: 3
Beim Lesen dieser Reihe wäre ich beinahe an einem Zuckerschock gestorben! Sie gehören definitiv zu den süßesten und besten Graphic Novels, die ich bisher kennengelernt habe und ich empfehle diese Reihe wirklich uneingeschränkt. Band 1 und Band 2 lassen sich auch wunderbar als Einzelbände lesen, also wer nur mal reinschnuppern will, muss nicht gleich alle Bände kaufen und lesen.
This Poison Heart


Autorin: Kaylinn Bayron
Bände: 2
Eine Reihe, die unglaublich gut anfing und dann tief stürzte! Von der Autorin hatte ich in der Vergangenheit bereits „Cinderella ist tot“ gelesen und fand es gar nicht gut. Ich hatte den ersten Band dieser Reihe jedoch bereits hier und wollte Kaylinn Bayron darum noch eine Chance geben. Nach Band 1 war ich froh darüber – dies war so eine wundervolle Geschichte, die so vieles verband, was ich liebe. Leider war Band 2 dann eine einzige Enttäuschung und ich hab danach entschieden, dass die Autorin leider einfach nicht mein Fall ist – auch wenn ihre neue Märchenneuerzählung wirklich gut klingt.
White Sand


Autor: Brandon Sanderson
Bände: 3
Ich habe alle drei Graphic Novels hier direkt hintereinander gelesen und leider waren sie insgesamt ein Flop für mich. Das lag nicht einmal an der Geschichte – diese hat mir gut gefallen und ich freue mich auf die Romanversion, welche wohl in absehbarer Zeit erscheinen wird. Aber ich hatte nicht das Gefühl, dass das komplexe Worldbuilding und die vielen Charaktere sich gut in das Format übersetzen ließen.
The Ending Fire

Autorin: Saara El-Arifi
Bände: 3
Leider war auch dies eine Reihe, die stark anfing und dann deutlich abflachte. Der erste Band dieser Reihe war annähernd perfekt und eines der besten Epic Fantasybücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Band 2 setzte dies zunächst fort, bis auf das letzte Drittel, wo mich das Buch durch zu viel Info auf zu wenig Seiten und einige seltsame Entscheidungen von Charakteren etwas verlor. Leider war Band 3 dann eine ziemliche Enttäuschung. Die unterliegende Geschichte war wieder großartig, aber es passierte einfach zu viel für die Länge des Buches, wodurch alles zu schnell ging und zu oberflächlich blieb. Mit dem ersten Band der neuen Reihe der Autorin hatte ich leider bereits ähnliche Probleme, daher muss ich in Zukunft sehen, ob ich wirklich mehr von ihr lesen möchte.
Xenogenesis


Autorin: Octavia E. Butler
Übersetzung: Barbara Heidkamp
Bände: 3
Diese Reihe habe ich in einem Sammelband direkt an einem Stück gelesen. Es war mein Einstieg in das Werk von Octavia E. Butler und ich muss leider sagen, dass ich hier nicht wirklich begeistert war. Biologischer Essenzialismus ist etwas, was meinem Verständnis dessen, was Menschen sind, zutiefst widerspricht. Dennoch hätte ich auch ein Buch gut finden können, welches dieses Konzept vertritt, wenn es wenigstens gute Argumente gehabt hätte – hier schien es aber ständig, als wolle die Narration ein anderes Konzept vertreten nur um zurückzukommen zu ‚so ist es eben‘. Dies war äußerst enttäuschend, ich will jedoch unbedingt noch mehr von der Autorin lesen und hoffe, dann begeisterter zu sein.


