Cover "Aurora erwacht"
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Aurora erwacht

Rezension zu „Aurora erwacht“ von Amie Kaufman und Jay Kristoff

Meine Bewertung:
4 Sterne von 5
Cover "Aurora erwacht"

Details:
Titel: Aurora erwacht
Originaltitel: Aurora rising
Reihe: The Aurora Cycle Band 1
Autoren: Amie Kaufman & Jay Kristoff
Übersetzung: Nadine Püschel
Verlag: Fischer Sauerländer
Seiten: 496
Kauflink: Amazon
Preis: 15,00 € (D) Taschenbuch; 12,99 € (D) E-Book

Worum geht es?

„Tyler, frisch ausgebildeter Musterschüler der besten Space Academy der ganzen Galaxie, freut sich auf seinen ersten Auftrag. Als sogenannter „Alpha“ steht es ihm zu, sein Team zusammenzustellen – und er hat vor, sich mit nichts weniger als den Besten zufrieden zu geben. Tja, die Realität sieht anders aus: Er landet in einem Team aus Losern und Außenseitern:

Scarlett, die Diplomatin – Sarkasmus hilft immer (not.)
Zila, die Wissenschaftlerin – dezent soziopathisch veranlagt
Finian, der Techniker – besser: der Klugscheißer
Kaliis, der Kämpfer – es gibt definitiv Menschen, die ihre Aggressionen besser unter Kontrolle haben
Cat, die Pilotin – die sich absolut nicht für Tyler interessiert (behauptet sie zumindest)

Doch dieses Katastrophenteam ist nicht Tylers größtes Problem. Denn er selbst ist in den verbotenen interdimensionalen Raum vorgedrungen und hat ein seit 200 Jahren verschollenes Siedlerschiff gefunden. An Bord 1.000 Tote und ein schlafendes Mädchen: Aurora. Vielleicht hätte er sie besser nicht geweckt. Ein Krieg droht auszubrechen – und ausgerechnet sein Team soll das verhindern. Ouuups. Don’t panic!“

Zitat:

„Mir wird klar, dass mein Trinkschlauch gerissen ist. Dass sich meine Wasservorräte in meinen Helm ergießen. Und dass sich, selbst wenn ich diesen Raumfaltensturm überleben sollte, mein Helm in ungefähr sieben Minuten mit Wasser gefüllt haben wird und ich wohl der erste Mensch sein werde, der im All ertrinkt.“

Erste Seite "Aurora erwacht": "Wenn deine Crew schwer zu finden war oder du immer noch suchst, dann ist dieses Buch für dich"

Meine Meinung:

„Aurora erwacht“ wurde mir freundlicherweise als Rezensionsexemplar von NetGalley und dem Fischer Sauerländer Verlag zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung zum Buch hat dies jedoch keinen Einfluss.

Nachdem der Musterschüler Tyler ein Mädchen aus der Kryokammer eines seit über 200 Jahren verschollenen Schiffes rettet und dabei den Zeitpunkt verpasst, an dem er sein Team wählen könnte, wird er zum Teamleiter der Außenseiter der Legion. Als das von ihm gerettete Mädchen bei einer scheinbaren Routinemission plötzlich als blinde Passagierin gefunden wird und sie den Geheimdienst am Hals haben ist das Chaos komplett und ein wildes Weltraumabenteuer kann beginnen.

Cover "Aurora erwacht" auf dem Tolino E-Reader

Das erste Kapitel gibt direkt den Ton des ganzen Buches an: witzig, ziemlich viel durchbrechen der vierten Wand, dabei aber gleichzeitig spannend. Erzählt wird aus den verschiedenen Perspektiven der Crewmitglieder, also insgesamt aus sieben verschiedenen Perspektiven. Jede davon ist leicht von den anderen zu unterscheiden, da die Eigenheiten der einzelnen Charaktere sehr stark ausgearbeitet sind. So benutzen einzelne Charaktere spezifische Formulierungen, oder haben Eigenheiten in ihrer Art sich auszudrücken. Abgesehen von Auroras ständigem „son of a biscuit“, das einem beim hundertsten Mal doch etwas auf die Nerven geht, hat mir dies sehr gut gefallen. Ich hätte mir dennoch entweder weniger Perspektiven oder längere Kapitel gewünscht. Oft kommen die Wechsel viel zu plötzlich, während man noch sehr ins Geschehen investiert ist.

Zudem war es für mich sehr schwer, mich für die Charaktere selbst zu interessieren. Zwar hat jeder eine eigene, interessante Geschichte und entwickelt sich weiter, jedoch geschieht das meiste off-screen, während man selbst einem anderen Charakter folgt. Ich hatte das Gefühl nur die wichtigen Checkpoints zu sehen, während der Charakter sich weiterentwickelt, was das Ganze manchmal unglaubwürdig gemacht hat. Am schlimmsten davon betroffen ist Aurora, die für mich theoretisch der interessanteste Charakter wäre, praktisch bleibt sie jedoch komplett blass.

Was dem Buch jedoch an Charakterentwicklung fehlt, wird definitiv durch eine spannende und temporeiche Geschichte wettgemacht. Es passiert richtig viel und ich war immer wieder überrascht, wohin die Reise ging. Dabei werden auch einige oft genutzte Tropes so genutzt, dass sie neu und überraschend erscheinen. Die Wechsel von einer lustigen zu einer ernsten Stimmung sind sehr gut gelungen und wirken nie aufgesetzt. Ganz besonders das actionreiche Finale ist überzeugend und mitreißend. Dies ist definitiv eines der Bücher, bei denen es schwer fällt, auf Teil 2 warten zu müssen!

Offene Seite in "Aurora erwacht"

Fazit:

Was „Aurora erwacht“ an subtiler Charakterentwicklung fehlt, mach das Buch durch seine spannende Geschichte wieder wett. Ein lustiger Ton, der jedoch nie nervend, oder übertrieben ist, sorgt für ein tolles Weltraumabenteuer, das ich so schnell nicht vergessen werde.

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2 Kommentare

  1. […] es Band 1 in meine Top 10 2021 Liste geschafft hat, ist natürlich klar, dass ich die Reihe weiterlesen muss. […]

  2. […] Dies ist der zweite Band einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zum ersten Teil.Hier geht es zu meiner Rezension zu „Aurora erwacht“ (Band 1). […]

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