Rezension zu „Alpakaherz – Gnadenhof und andere Gaunereien“ von Stephanie Richel
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Alpakaherz – Gnadenhof und andere Gaunereien
Reihe: Gnadenhof und andere Gaunereien Band 1
Autorin: Stephanie Richel
Seiten: 280
Kauflink: Amazon
Preis: 9,99 € (D) Taschenbuch; 3,49 € (D) E-Book
Klappentext:
„Mira Hermanns Tage sind fest verplant. Da ist die Arbeit im Café und nebenbei hilft sie regelmäßig im Blumenladen ihres Beinahe-Verlobten aus. Ein Besuch auf dem Bauernhof Drei-Linden, lockt als willkommene Unterbrechung im Alltagstrott. Der idyllische Hof sollte eigentlich ein Gnadenhof für Tiere werden, aber bei ihrer Ankunft findet Mira einen verängstigten Kettenhund, ein apathisches Pony und eine Handvoll halbverhungerte Schafe vor. Statt dem geplanten Urlaub beschließt sie, etwas gegen die Zustände zu unternehmen, und erfährt, dass nur das Testament des früheren Besitzers verhindern kann, dass die Tiere auf den Schlachthof kommen. Doch das ist verschollen! Unterstützt von Jack, einem mysteriösen Fremden mit guten Kontakten zur Unterwelt, macht sich Mira auf, Drei-Linden zu retten.
Und zum Glück gibt es noch Alpakadame Duchess, die anscheinend beschlossen hat, Miras Leben einmal ordentlich durcheinander zu wirbeln …“

Zitat:
„Schließlich kippte er heiße Milch und dampfenden Kaffee zu einer perfekten Mischung in den Keramikbecher und sog den köstlichen Duft ein. Fünfundzwanzig oder dreißig – fünfundvierzig oder fünfundsiebzig! Spielte keine Rolle: Innehalten und das Leben genießen, das war alles was zählte.“
Meine Meinung:
„Alpakaherz – Gnadenhof und andere Gaunereien“ wurde mir im Rahmen der Onlinebuchmesse von der Autorin, Stephanie Richel, zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.
Miras große Leidenschaft ist der Tierschutz. In ihrer Freizeit druckt sie Flyer, um über Legebatterien aufzuklären, ist im Tierschutz-Verein aktiv und gefährdet sogar ihren Job, als sie mit unlauteren Mitteln versucht, ihren Chef dazu zu bringen, auf Bio-Eier umzusteigen. Als sie den Bauernhof Drei-Linden besucht und die verwahrlosten Tiere dort sieht, ist daher sofort klar, dass sie alles tun muss, um zu helfen. Hilfe bekommt sie von unwahrscheinlicher Seite. Durch einen Besuch im Zirkus lernt sie Jack kennen, einen mysteriösen Fremden, der sein Geld nicht ganz legal verdient.
Der Einstieg ins Buch war sehr angenehm. Der Schreibstil der Autorin ist locker und passt ganz wunderbar zu dieser Geschichte. Von Anfang an war leicht verständlich, was passierte.

Insgesamt hat die Geschichte bei mir ein sehr angenehm fluffiges Gefühl ausgelöst. Es ist eine perfekte Lektüre für zwischendurch oder abends im Bett, wenn man einfach ein bisschen Positivität braucht. Wenn man das Gefühl haben möchte, dass die Welt gut sein kann. Denn auch wenn es hier natürlich Konfliktpotential gibt und Dinge passieren, die man sich nicht wünscht, so setzen die Protagonisten doch alles daran, diese mit allen Mitteln zu verhindern.
Ich persönlich muss gestehen, dass mir hier aber doch die Konflikte ein wenig zu schnell gingen. Es gab Andeutungen darauf, dass gewisse Dinge zu Problemen führen könnten, allerdings wurden diese immer sehr zügig gelöst, teilweise auch sozusagen hinter den Kulissen. Auch wenn dies dazu geführt hat, dass das Buch eben zu einer wunderbar fluffigen Lektüre wurde, so bevorzuge ich es, wenn Konflikte auch ausgetragen werden.
Die Charaktere im Buch sind wirklich gute Menschen und auch wenn sie manchmal etwas verkorkst, oder auf die falsche Bahn geraten sind, so weiß man doch immer, dass sie im Kern das Richtige tun wollen. Das macht es leicht, sie alle zu mögen und verstärkt das warme Gefühl beim Lesen. Für diese Charaktere hofft man gern auf ein Happy End.
Die Liebesgeschichte im Buch fand ich sehr interessant, da sie so ganz anders war, als alles was ich bisher kannte und was ich erwartet habe. Gerade wenn es um Mira und ihren beinahe Verlobten Florian geht, war ich positiv überrascht. Ich möchte natürlich nicht zu viel verraten, aber was hier geschieht habe ich so noch in keinem Buch gesehen, obwohl es vermutlich in der Realität sehr oft so passiert.
Ich muss allerdings in Bezug auf die Charaktere auch anmerken, dass ich mir ein wenig mehr Ausarbeitung der Beziehungen zwischen diesen gewünscht hätte. Oft finden längere Gespräche, bei denen diese sich besser kennen lernen hinter den Kulissen statt, wodurch sich die Entwicklung in Beziehungen teils sprunghaft anfühlte. Hier wären ein paar mehr Szenen hilfreich gewesen.
Abgesehen davon konnte mich „Alpakaherz – Gnadenhof und andere Gaunereien“ aber definitiv überzeugen. Für mich persönlich hat es auch ein paar ethische Fragen aufgeworfen. Etwa, ob man für den Tierschutz auch rechtswidrige Mittel nutzen sollte. Das Buch gibt darauf eine klare Antwort und es hat mir gut gefallen, darüber im Rahmen dieser Lektüre nachzudenken.

Fazit:
Dieses Buch kann ich jedem empfehlen, der eine fluffig warme Lektüre sucht, in der Tierschutz und Nachhaltigkeit großgeschrieben werden! Ein schönes Buch, das trotz kleinerer Schwachstellen doch absolut überzeugen kann!


[…] Rezension zum Buch findet ihr hier bereits auf dem Blog. Hier noch einmal der Klappentext:Mira Hermanns Tage sind fest verplant. Da […]
[…] Dies ist der zweite Teil einer Reihe. Meine Rezension enthält leichte Spoiler zum ersten Band.Hier geht es zur Rezension zu „Alpakaherz – Gnadenhof und andere Gaunereien“ […]