Cover "Abaddons Tor": Zu sehen sind Strukturen im Weltall, die scheinbar im Kampf miteinander sind
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Abaddons Tor

Rezension zu „Abaddons Tor“ von James Corey

Dieses Buch ist der dritte Teil einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zu den vorherigen Bänden.
Hier geht es zur Rezension des ersten Teils.

Meine Bewertung:
5 Sterne von 5

Details:
Titel: Abaddons Tor
Originaltitel: Abaddon’s Gate
Reihe: The Expanse Band 3 von 9
Autor: James Corey
Übersetzung: Jürgen Langowski
Verlag: Heyne
Seiten: 640
Kauflink: Amazon
Preis: 10,00 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book

Klappentext:

Überall im Sonnensystem haben die Menschen Raumstationen errichtet. Die friedliche Zukunft ist jedoch in Gefahr, denn ein fremdartiges Protomolekül hat die Bevölkerung der Venus ausgelöscht und entwickelt sich nun rasant fort – mit katastrophalen Folgen. Uranus wird als Nächstes angegriffen, und dort entdecken die Menschen schließlich ein unheimliches Portal. Und niemand weiß, was jenseits des Portals lauert …

Klappentext "Abaddons Tor"
Meine Meinung:

Das Protomolekül hat einen Ring gebaut und im Sonnensystem aufgestellt. Niemand versteht, was es mit der Struktur auf sich hat. Nach einem Vorfall am Ring, der einen Gürtler das Leben kostet, setzen sich alle Supermächte in Bewegung. Mittendrin sind James Holden und seine Crew, die eigentlich so weit wie möglich von alledem wegwollten.

Zunächst einmal muss ich leider den Klappentext kritisieren, welchen ich auf den meisten Verkaufsseiten gefunden habe (wobei es hier unterschiedlich schlechte Versionen gibt). Hier wird von der friedlichen Zukunft geredet, welche durch die außerirdische Technologie bedroht wird. Tatsächlich geht es in dieser Reihe aber doch genau darum, dass sich die Menschen selbst noch gegenseitig ausbeuten, wenn sie die Sterne erreicht haben. Auch wenn das Protomolekül eine Bedrohung ist, ist alles Schlimme, das bisher geschehen ist, menschengemacht.

Dieses Buch schafft es auch, dies besonders gut zu verdeutlichen. Vom Start bis zum Ende wird die Situation immer aussichtsloser, immer schrecklicher, aber jeder Schritt, der dazu führt, basiert auf etwas, was Menschen tun – was Menschen sich gegenseitig antun.

Erzählt wird die Geschichte wieder aus verschiedenen Sichtweisen. Wie in den letzten Büchern auch, sehen wir vieles durch die Augen von James Holden. Daneben gibt es den Sicherheitschef auf dem Flaggschiff der Gürtler, Bull, die Pastorin Anna und außerdem Melba, die eigentlich jemand ganz anderes ist. All diese Perspektiven bereichern das Buch enorm und sorgen dafür, dass Lesende verschiedene Sichtweisen auf eine sich zuspitzende Situation erhalten.

Im Vergleich zum Buch gab es in der Serie diesmal massive Änderungen, spezifisch in Bezug auf einige Charaktere. Dadurch war besonders das letzte Drittel des Buches auch für mich sehr spannend, da ich nicht wusste, was passieren würde.

Die drei ersten Bände der Expanse-Reihe nebeneinander
Fazit:

Der dritte Teil der „The Expanse“-Reihe schafft es erfolgreich, den Fokus darauf zu legen, was wirklich das Problem ist: Nicht die außerirdische Technologie, sondern die Menschen. Meiner Meinung nach ist dieses Buch bisher das Stärkste der Reihe.

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1 Kommentar

  1. […] Hier geht es zur vollständigen Rezension. […]

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