Cover "LightDark - Lichtweg"
Fantasy Jugendbuch

LightDark – Lichtweg

Rezension zu „LightDark – Lichtweg“ von Tanya Bush

Meine Bewertung:

3 1/2 Sterne

Details:
Titel: LightDark – Lichtweg
Reihe: LightDark Band 1
Autorin: Tanya Bush
Seiten: 406
Kauflink: Amazon
Preis: 9,99 € (D) Taschenbuch; 2,69 € (D) E-Book

Worum geht es?

„Einsamkeit und Angst sind alles, woran die 17jährige Maira sich aus ihrer Kindheit in zahlreichen Heimen erinnern kann. Erst im Internat Angel’s Heart House und später in ihrer liebevollen Pflegefamilie erfährt sie, was es bedeutet, sich geliebt und angenommen zu fühlen. Ihre tiefe Freundschaft zu ihren Mitschülern Julie und Matt, in den sie heimlich unsterblich verliebt ist, könnte ihr neues Leben nahezu perfekt machen. Bis sie eines Tages von merkwürdigen Halluzinationen heimgesucht wird, die sie nach und nach immer mehr an ihrem Verstand zweifeln lassen.

Als dann noch der verdammt gut aussehende, aber undurchschaubare Sage auftaucht und sie auf Schritt und Tritt zu verfolgen scheint, gerät die Welt, wie Maira sie kennt, vollkommen aus den Fugen. Plötzlich muss sie sich einer Vergangenheit stellen, von der sie nicht einmal geahnt hat.

Doch wer ist Sage wirklich? Führt er Maira auf die Seite des Lichts – oder doch in die Dunkelheit?“

Klappentext LightDark Lichtweg

Zitat:

Willkommen, stand in großen, verschnörkelten Lettern auf einem handgefertigten Schild, das daran befestigt war. Galt das auch für mich? Es war das erste Mal, dass ich mich in einer richtigen Familie zurechtfinden sollte, denn meine leiblichen Eltern hatte ich nie kennen gelernt.“ – Maira

Meine Meinung:

Die Geschichte:

Mairas Kindheit war geprägt von Einsamkeit und Angst. Sie wuchs in Heimen auf, wo die anderen Kinder sie unheimlich fanden. Erst als sie in das Internat Angel’s Heart House kommt, fühlt sie sich angenommen. Doch nur wenige Jahre später muss sie auch von dort weg. Maira hat diesmal jedoch Glück und wird in einer liebevollen Pflegefamilie aufgenommen. In ihrer Schule findet sie Freunde und alles scheint gut zu sein, bis Maira plötzlich angsteinflößende Halluzinationen bekommt. Als einer ihrer Freunde spurlos verschwindet und der geheimnisvolle Sage sie plötzlich scheinbar beobachtet, muss Maira sich fragen, ob die Welt wirklich so ist, wie sie sie kennt. Sie wird verwickelt in einen Kampf von Gut und Böse, ohne wirklich zu wissen, wem sie vertrauen kann.

Direkt am Anfang des Buches gibt es mehrere sehr lange Rückblenden. Der Übergang zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist hier etwas seltsam und war zunächst kurz verwirrend, da man praktisch noch gar nicht in der Geschichte angekommen war und sofort mit Hintergrundinformationen überhäuft wurde. Abgesehen davon waren jedoch etwa die ersten hundert Seiten des Buches sehr interessant und spannend zu lesen.

Leider fingen danach meine größten Probleme mit dem Buch an, die allerdings vor allem der Ursache geschuldet waren, dass ich definitiv nicht mehr zur Zielgruppe gehöre. Ich denke, die Geschichte könnte sehr interessant für Jugendliche sein!

Ganz gut sehen kann man dies in den ersten Interaktionen zwischen Maira und Sage. Maira hat Sage zuerst in einer ihrer Halluzinationen gesehen und plötzlich steht er in der Schule und starrt sie unverhohlen an und sucht mehrfach das Gespräch mit ihr. Statt ihn entweder offen zu fragen oder zumindest vorsichtig auszuhorchen, da es ja definitiv nicht mit rechten Dingen zugeht, beschließt Maira, dass er sich sicher nur an sie heranmachen will und reagiert extrem zickig auf alles was er tut oder sagt. Ich muss gestehen, dass mir diese und viele andere Situationen ein bisschen zu viel Teenie-Drama waren.

Es gab aber auch einige Dinge, die mir sehr gut gefallen haben, allen voran die Kampfszenen, welche wirklich gut beschrieben waren. Hier kam richtig Spannung auf! Da ich im Allgemeinen nicht viel für Kampfszenen übrig habe, heißt das schon etwas!

Auch wenn grundsätzlich im Buch Mächte des Guten gegen Mächte des Bösen kämpfen, waren diese sehr viel weniger schwarz und weiß, als ich befürchtet hatte. Im Gegenteil, es gab häufiger Situationen, in denen ich das Gefühl hatte, dass beide Seiten eher moralisch grau waren. Mir hat das gut gefallen.

Widmung der Autorin Tanya Bush

Die Charaktere:

Ich glaube hier lag mein größtes Problem mit dem Buch. Wie eben bereits gesagt, sind die Charaktere Teenager mit ganz vielen Problemen dieses Lebensabschnittes. Ich persönlich konnte mich hiermit leider gar nicht identifizieren. So oft wollte ich Maira, oder die anderen einfach mal schütteln, weil die Lösung für manche ihrer Probleme so einfach wären.

Sieht man darüber jedoch hinweg, sind die Charaktere gut geschrieben und handeln entsprechend ihren Eigenschaften. Manche Nebencharaktere fühlen sich dabei leicht übertrieben edgy an, wie etwa Faith, aber die Protagonisten sind definitiv glaubhaft und fühlen sich lebendig an.

Buchrücken und Cover LightDark - Lichtweg

Fazit:

Ich bin mir sicher, dass „LightDark – Lichtweg“ ein toller Fantasyroman für Jugendliche ist. Leider konnte ich mich nicht in die Charaktere hineinversetzen und hatte Probleme mit dem Teenie-Drama in der Geschichte. Sieht man darüber jedoch hinweg, kann man einige sehr gut umgesetzte Ideen in diesem Buch finden!

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