Cover "Der Magier von London"
Fantasy Lesetipp

Der Magier von London

Rezension zu „Der Magier von London“ von Benedict Jacka

Dies ist der dritte Teil dieser Buchreihe.
Hier gibt es die Rezension zum ersten Teil.
Hier gibt es die Rezension zum zweiten Teil.

Meine Bewertung:

4 1/2 Sterne

Details:
Titel: Der Magier von London
Reihe: Alex Verus Band 3
Autor: Benedict Jacka
Verlag: blanvalet
Seiten: 412
Kauflink: Amazon
Preis: 9,99 € (D) Taschenbuch; 8,99 € (D) E-Book

Worum geht es?

„Die (nicht unbedingt gute) Reputation des Hellsehers Alex Verus bringt die Aufmerksamkeit vieler verschiedener Parteien mit sich. Die meisten Angebote ignoriert er oder schlägt sie rundheraus aus. Doch diese Einladung hat es in sich. Denn in Fountain Reach befindet sich Alex inmitten der berühmtesten und der berüchtigtesten Magier Englands, und das ist das perfekte Umfeld, um das verschwinden mehrerer Lehrlinge der Magie zu untersuchen. Doch das Turnier ist auch ein Minenfeld aus altem Groll und neuen Drohungen, was sehr ablenkend ist. Dabei kann es sich Alex nicht leisten, auch nur das kleinste Manöver der Beteiligten zu übersehen. Denn Alex ist zwar ein Hellseher – aber dennoch ist ihm sein Gegner immer einen Schritt voraus.“

Klappentext "Der Magier von London"

Meine Meinung:

Die Geschichte:

Benedict Jacka folgt dem Erfolgsrezept der letzten beiden Bücher in Bezug auf die Geschichte. Zu Beginn gibt es mehrere Geschichtsstränge, die alle sehr mysteriös klingen, wie etwa das spurlose Verschwinden mehrerer Magierlehrlinge, die versuchte Ermordung des Lehrlings Anne, ein anstehendes Turnier und mehrere Jobangebote. Schnell finden sich all diese Stränge zusammen, in Fountain Reach, wo eben erwähntes Turnier abgehalten wird. Alex Verus, der Protagonist, geht dort mit seinem Lehrling Luna hin, um hier herauszufinden, was vor sich geht.

Der Mittelteil des Buches hat sich meiner Meinung nach etwas gezogen, während Alex lange im Dunkeln tappt, obwohl dem Leser so viele Hinweise gegeben werden, dass man vieles schon früh ahnen kann… Oder zumindest meint, zu ahnen, denn als der große Showdown begann, gab es für mich doch noch einige Überraschungen! Gerade das Ende des Buches war extrem spannend und ich habe mitgefiebert, wie schon lange nicht mehr bei einem Buch!

In meiner Rezension zum ersten Teil, habe ich kritisiert, dass der Autor zu viele unnötige Informationen gegeben hat. Dies war in diesem Buch nicht der Fall – im Gegenteil, es gab einige wichtige Informationen. So wurde zum Beispiel endlich erklärt, was denn nun der wirkliche Unterschied zwischen Weiß- und Schwarzmagiern ist!

Insgesamt würde ich sagen, dass die Geschichte spannend war und gut erzählt wurde, trotz des kleinen Hängers im Mittelteil.

Die ersten drei Bücher der Alex Verus Reihe aufeinander

Der Schreibstil:

Der humorvolle Schreibstil aus den ersten beiden Teilen bleibt auch in diesem erhalten – ich wäre auch sehr enttäuscht, wenn dies nicht so gewesen wäre. Ein Problem hatte ich leider mit dem erneuten ständigen Wechsel in die Gegenwart. Immer wenn Alex etwas beschreibt, wird dies in der Gegenwartsform getan, was zumindest bei mir den Lesefluss gestört hat. Im zweiten Band gab es diese Beschreibungen nur selten, daher war es akzeptabel, jedoch hat es in diesem Buch wieder sehr zugenommen. Die Übersetzung war dafür wieder so gut, wie man es erwartet hätte.

Die Charaktere:

Im Gegensatz zu Buch 2 liegt der Fokus wieder verstärkt auf anderen Charakteren, nicht nur auf Alex. Natürlich ist dieser noch immer der Erzähler der Geschichte und derjenige, den man als Leser am besten kennen lernt. Alex ist sich als Charakter seit Buch 1 treu geblieben, was auf der einen Seite gut und konsistent ist, auf der anderen jedoch auch bedeutet, dass er beinahe keine Entwicklung durchgemacht hat. Man muss nun dazu sagen, dass die Bücher deutlich stärker auf die Geschichte als auf die Charaktere fokussiert sind. Ich finde allerdings, dass die fehlende Charakterentwicklung nicht wirklich negativ auffällt, einfach weil der Fokus nicht dort liegt.

In „Der Magier von London“ wurden mit Anne und Variam zwei neue Charaktere eingeführt und diese haben mich tatsächlich positiv überrascht. Die Beziehung der beiden zu Alex wurde im Buch sehr gut beschrieben und vor allem deren Entwicklung über die Zeit hinweg. Während Anne Alex von Anfang an traut, aber durchaus Informationen für sich behält, ist Variam verschlossen und nicht bereit zu helfen. Über die Zeit erreicht Alex beide auf völlig unterschiedliche Weisen. Ich war sehr zufrieden mit dieser Charakterdarstellung.

Die Buchrücken der ersten drei Teile der Alex Verus Reihe

Fazit:

Mit „Der Magier von London“ hat Benedict Jacka gezeigt, dass er sich als Autor deutlich weiterentwickelt hat. Er behält die positiven Dinge der letzten Bücher bei, während er das meiste negative verbessert hat. An dieser Stelle kann ich die Serie definitiv weiterempfehlen, für alle, die eine spannende und gleichzeitig amüsante Fantasyserie suchen.

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