Cover "Die Chroniken von Alice - Die schwarze Königin"
Fantasy

Die Chroniken von Alice – Die schwarze Königin

Rezension zu „Die Chroniken von Alice – Die schwarze Königin“ von Christina Henry

Dies ist der zweite Teil dieser Buchreihe. Die Rezension zu Teil 1 gibt es hier. Diese Rezension enthält Spoiler zu Teil 1.

Meine Bewertung:

4 Sterne

Details:
Titel: Die Chroniken von Alice – Die schwarze Königin
Originaltitel: Red Queen
Reihe: Die dunklen Chroniken Band 2
Autorin: Christina Henry
Verlag: Penhaligon Verlag
Seiten: 336
Kauflink: Amazon
Preis: 18,00 € (D) Taschenbuch; 12,99 € (D) E-Book

Worum geht es?

„Alice hat den Kampf gegen den Wahnsinn gewonnen – vorerst. Sie hat die Schandtaten des Kaninchens sowie den Blutdurst des Jabberwocks überlebt und will nun ein Versprechen einlösen: Jenny, die Tochter ihres Freundes Hatcher, zu finden. Doch Alice und Hatcher erwartet der nächste Albtraum. Sie müssen in das Reich der verrückten Weißen Königin vordringen, wo das wahre Spiel um das finstere Wunderland bereits begonnen hat. Jeder Zug führt Alice näher an ihre Bestimmung. Aber damit sie als Siegerin hervorgeht, muss sie nicht nur ihre neuen Kräfte zu beherrschen lernen, sondern herausfinden, was mit der rätselhaften Schwarzen Königin geschehen ist…“

Klappentext zu "Die schwarze Königin"

Zitat:

„Ihr Prinz war kein Bär, sondern ein Irrer. Sie hatte gelernt, dass man sich nicht aussuchen konnte, wen man liebte. Wenn ihr aus dem Nichts ein Prinz erscheinen und ihr eine Zukunft versprechen würde, dann würde Alice ablehnen müssen, weil sie niemals jemand anderen als den mit den grauen Augen und den blutbefleckten Händen lieben könnte.“

Meine Meinung:

Die Geschichte:

Alice und Hatcher haben den Wahnsinn der Stadt überlebt und sind entkommen. Doch statt hinter ihren Mauern grüne Wiesen vorzufinden, befinden sie sich in einer verbrannten Aschewüste. Sie erfahren, dass sie sich im Land der weißen Königin aufhalten. Diese ist eine mächtige Zauberin, die ihnen viele Fallen stellt und sie bestraft, wenn sie Regeln brechen, von denen sie nichts wissen.

Es dauert nicht besonders lange, da geschieht etwas mit Hatcher, woraufhin Alice allein dasteht. Sie muss nun ihren Liebsten wiederfinden und die weiße Königin und ihre Diener besiegen, ohne Hilfe.

Die Geschichte beginnt genauso düster, wie sie im ersten Buch war. Im späteren Verlauf geschehen zwar weiterhin düstere und grauenhafte Dinge, allerdings ist der unterliegende Ton der Geschichte nicht mehr davon betroffen. Grundsätzlich war Alice Reise auch in diesem Buch wieder sehr spannend zu verfolgen, allerdings hat es mich teilweise gestört, dass es sehr viele Nebenhandlungsstränge gab, welche oft nicht zu Ende verfolgt wurden. Alice trifft auf ihrer Reise auf viele Menschen und Kreaturen und man erfährt all ihre Geschichten, aber wenn sie weg sind, dann sind sie komplett weg. Als hätten sie nie in dem Buch existiert.

Leider gab es auch einige Logikfehler im Buch. So werden etwa zeitlichen Angaben gemacht, die sich widersprechen, was mich sehr gestört hat. Zudem ist Alice nach nur wenig Übung besser darin, Magie einzusetzen, als so viele andere, die es seit Jahrhunderten tun.

Auch wenn die Geschichte spannend ist, so haben mir einfach viele Kleinigkeiten den Spaß daran ein wenig verdorben.

Erste Seite des Buches

Der Schreibstil:

Der grundlegende Schreibstil ist dem des ersten Bandes sehr ähnlich geblieben, hat sich jedoch etwas weiterentwickelt. Noch immer spiegelt er Alice Zustand wider, ihre Verwirrung und Naivität. Doch diese Eigenschaften sind immer weniger geworden. Alice ist nicht mehr das kleine Mädchen vom Anfang und die Veränderungen im Schreibstil zeigt sich auch das.

Cover der ersten beiden Bände der dunklen Chroniken

Die Charaktere:

Die beiden Protagonisten, Alice und Hatcher, sind auch in diesem Band überzeugend geschrieben. Besonders Alice macht erneut eine Wandlung durch, welche gut beschrieben und schön zu lesen ist! Sie lernt über das Buch hinweg mit ihren Zauberkräften umzugehen und sich in dieser brutalen Welt zu behaupten. Auch wenn sie ersteres für meinen Geschmack etwas zu schnell und gut lernt, fühlt sich die restliche Entwicklung natürlich an.

Was mir leider etwas gefehlt hat, waren die Nebencharaktere. Auch wenn die meisten beim lesen Gefühlsregungen auslösen, so bleiben sie auf Dauer doch flach und kommen nur wenig in der Geschichte vor. Sie scheinen völlig unwichtig zu sein. Während des Lesens ist mir dies nicht so stark aufgefallen, doch als ich über das Buch nachgedacht habe, hat mich dies doch etwas gestört. Es war für mich also mehr ein nachträgliches Problem.

Buchschnitt der beiden ersten Bände der dunklen Chroniken

Fazit:

Der zweite Teil der dunklen Chroniken kann leider nicht mit seinem brillanten Vorgänger mithalten. Auch wenn die Geschichte spannend ist, so gibt es immer wieder Logikfehler und die meisten Geschehnisse und Charaktere scheinen irgendwie unwichtig zu sein. Der Schreibstil und Alice Entwicklung sind jedoch wieder großartig und retten das Buch davor, langweilig zu sein.

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1 Kommentar

  1. […] der Dunklen Chroniken wieder spannend zu lesen war, kam er leider nicht an seinen Vorgänger heran. Hier geht es zur […]

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