Cover "Die Sternenvogelreisen"
Lesetipp Sci-Fi

Die Sternenvogelreisen

Rezension zu „Die Sternenvogelreisen“ von Lenny Löwenstern

Meine Bewertung:

5 Sterne

Details:
Titel: Die Sternenvogelreisen
Reihe: Die Sternenvogelreisen Band 1
Autor: Lenny Löwenstern
Seiten: 256
Kauflink: Amazon
Preis: 9,81 € (D) Taschenbuch; 2,99 € (D) E-Book
Erhältlich im Kindle Unlimited Abo

Worum geht es?

„Der junge Außerirdische Imi verliert seine Arbeit auf einem Raumhafen. Auf der Suche nach einem Auskommen und einer Zukunft für sich, gerät er in die abenteuerlichsten Umstände. Mit Glück und Geschick setzt er sich durch und schlägt am Ende zurück.

Eine turbulente Space-Opera und fantasievolle Tragikomödie mit einem kräftigen Schuss Nostalgie. Ein Weltraumabenteuer mit humorvollen und poetischen Anklängen. Es geht abwechslungsreich und dramatisch zu. Der fedrige Held hat einiges auszuhalten. Das Universum ist bunt. Aber manchmal auch ziemlich gemein. An alle Freunde der Science-Fiction, die Star Trek, Perry Rhodan, vielleicht auch Star Wars mögen. Außerdem an Vogelfreunde und alle Menschen, die gern Bücher lesen. Man muss sich nur auf eine Welt mit Raumschiffen und kosmischen Wunderdingen einlassen wollen, dann kannst du eine Menge Spaß haben.“

Klappentext "Die Sternenvogelreisen"

Zitat:

„Imi war ein leichtgewichtiges dürres Bürschchen, dessen spärliches Federkleid unter einem hellgelben Overall Unterschlupf gefunden hatte. Er konnte einen kernigen Schnabel aufbieten und blickte aus runden schwarzen Augen in eine Welt, die ihn staunen machte.“

Meine Meinung:

„Die Sternenvogelreisen“ wurde mir freundlicherweise als Rezensionsexemplar von Lenny Löwenstern bereitgestellt. Auf meine Meinung zum Buch hat dies jedoch keinen Einfluss.

Die Geschichte:

Imi ist ein vogelähnlicher Außerirdischer. Er hat nur wenig Erinnerungen an sein früheres Leben und keine an seine Kindheit. Er weiß auch nicht welcher Rasse er angehört. Auch wenn er viele vogelähnliche Außerirdische trifft, so ist doch keiner wie er.

Zu Beginn der Geschichte ist Imi Raumschiffhüllenreiniger, doch wird er dort schnell gefeuert und muss sich nach einem neuen Job umsehen. Dabei scheint er von einem Unglück ins nächste zu stolpern und auch wenn er scheinbar immer überall herauskommt, wartet das Schicksal scheinbar nur auf ihn. So arbeitet Imi über das Buch hinweg in 11 verschiedenen Jobs und um die meisten davon kann man ihn nicht wirklich beneiden.

Das Buch ist episodenhaft aufgebaut, jeder Job ist ein Kapitel und damit ein Abschnitt in Imis Leben. Anfangs wirkt es so, als ob es keinen wirklichen überliegenden Handlungsstrang gibt, doch je weiter das Buch fortschreitet, umso mehr wird dieser enthüllt. Zum einen in Imis eigener Charakterentwicklung, zum anderen in Andeutungen über die Charaktere, welche manchmal im Buch noch eintreffen und manchmal vermutlich in den nächsten Teil führen. Mir hat dies sehr gut gefallen und ich bin bereits gespannt, was das Schicksal im nächsten Buch für Imi bereit hält.

Der Schreibstil

Der Schreibstil dieses Buches ist wirklich meisterhaft! Es gibt so viele Stellen, an denen ich Sätze einfach nochmal lesen musste, weil sie so gut waren. Immer wieder werden Worte verwendet, welche im normalen Sprachgebrauch nicht vorkommen, wie etwa „ziseliert“. Diese wirken jedoch nie fehl am Platz, oder aufgesetzt. An manchen Stellen hat mich der Schreibstil beinahe etwas an Walter Moers erinnert.

Egal wie schlecht es für Imi aussieht, das Buch ist immer mit einer großen Portion Humor geschrieben. Mir persönlich hat dies gut gefallen, da es sehr gut zu Imis Charakter passte.

Insgesamt ist dieses Buch sprachlich ein Meisterwerk!

Seite 1 aus "Die Sternenvogelreisen"

Die Charaktere:

„Die Sternenvogelreisen“ ist grundsätzlich eine Ein-Vogel-Show. Zwar trifft Imi in jedem Kapitel auf neue Charaktere, die meisten tauchen danach aber auch nicht wieder auf. Die Nebencharaktere bleiben als Konsequenz eher zweidimensional, aber das heißt nicht, dass sie blass, oder langweilig sind. Im Gegenteil! Jeder Charakter, auf den Imi trifft, hat eine eigene Hintergrundgeschichte, Motivation und Charaktereigenschaften. Mal sind diese comichaft überzeichnet, mal erfährt man wenig davon, doch immer sind die Charaktere einzigartig. Viele davon hätte ich gerne später wiedergesehen, oder mehr von ihnen erfahren.

Imi selbst konnte ich anfangs schwer einschätzen. Er wird als jugendlich beschrieben, doch sein Verhalten erinnert oft mehr an ein Kind. Er ist extrem naiv und lässt einfach alles mit sich machen. Er lässt sich ausbeuten und ist auch noch dankbar dafür. Dazu kommt, dass er anfangs scheinbar keine eigene Motivation hat. Ihm passiert etwas und er nimmt es einfach hin, ohne zu versuchen, sein Schicksal zu ändern. Doch je weiter das Buch voranschreitet, umso mehr lernt Imi und er beginnt, seinen eigenen Weg zu suchen. Er wehrt sich und versucht, die Welt um sich herum besser zu machen. Auch wenn es oftmals trotzdem das Schicksal ist, das ihn an den nächsten Ort verschlägt, da er keine Mittel hat, um etwas an seiner Lage zu verändern, so versucht er es doch. Imis Entwicklung über die verschiedenen Kapitel hat mir sehr gut gefallen und war sehr gut dargestellt!

Auch wenn das Buch stärker Handlungsorientiert war, hat mir die Charakterdarstellung doch sehr gut gefallen!

Fazit:

„Die Sternenvogelreisen“ ist ein echter Lesetipp! Es ist witzig geschrieben und hat eine tolle Geschichte, die zwar episodenhaft aufgebaut ist, später aber eine übergreifende Handlung enthüllt. Die Charaktere sind interessant gestaltet und auch wenn ich mir mehr von manchem Nebencharakter gewünscht hätte, so passten diese sehr gut zum Erzählkonzept. Das Beste an diesem Buch ist jedoch der großartige Schreibstil! Ich werde diese Reihe definitiv weiterlesen!

Für dich vielleicht ebenfalls interessant...

2 Kommentare

  1. Liebe Laura,

    herzlichen Dank dafür, dass du die Sternenvogelreisen vorgestellt hast. Für mich gibt es nichts Aufregenderes, als solche Zeilen zu lesen. Zumal, wenn sie so freundlich ausfallen wie hier.

    Dein Blog hat ein sehr symphatisches Logo. Ich nehme an, du magst Eulen. Deshalb meine Frage, im Kapitel 7 (Imi als Hauslehrer) kommt eine Familie nachtaktiver Außerirdischer vor. Die habe ich mir als Eulenartige vorgestellt, aber das nicht direkt so geschrieben. Hast du es bemerkt?

    Sternige Grüße
    Lenny Löwenstern

    1. Laura_Kaeppele sagt:

      Hallo Lenny,
      wie schön, hier von dir zu lesen!
      Ich habe mich zumindest gefragt, ob die nachtaktiven Außerirdischen vielleicht in eine eulenartige Richtung gehen könnten, war mir da aber nicht ganz sicher. Dann lag ich damit ja nicht verkehrt! 🙂
      Viele Grüße
      Laura

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.