Autorenfoto Jasmin Jülicher & Cover "Castle Rose"
Interview

Interview mit Jasmin Jülicher

Interview mit Jasmin Jülicher zu ihrem neuen Buch „Castle Rose“

Am 28.09.2020 kommt Jasmin Jülichers neues Buch „Castle Rose“ raus, eine Märchenadaption mit Steampunk-Elementen. Ich durfte es zuvor lesen und eine Rezension wird es direkt zur Veröffentlichung hier geben (ich verrate euch schon mal so viel, dass ich begeistert davon war!)

Damit ihr auch wisst, worum es im Buch geht, gibt es hier den Klappentext:

„Seit mehr als einem Jahrzehnt schlafen alle Menschen im mit Rosenranken überwucherten Castle Rose. Sie sind Opfer des Aethers, einer Substanz, die jeden in einen ewigen Schlaf fallen lässt, der sie berührt.
Auch Juliannas Vater ist ein Sleeper, ihre Mutter wird seit Jahren vermisst. Ganz allein kämpft sie darum, sich und ihren Bruder mit kleinen und größeren Diebstählen über Wasser zu halten. Doch dann erkrankt ihr Bruder tödlich und Heilung verspricht nur eine teure Behandlung.
Um ihn zu retten, bricht Julianna in Castle Rose ein und stiehlt die Schätze des Schlosses. Doch als sie versehentlich den schlafenden Prinzen berührt, erwacht er…“

Ich habe mit Jasmin darüber gesprochen, wie ihr Schreibprozess abläuft, warum sie ihre Bücher im Selfpublishing veröffentlicht und wie sie auf die Idee zu „Castle Rose“ gekommen ist. Die Antworten könnt ihr euch hier durchlesen.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an dich, Jasmin, dass du dir für meine Fragen Zeit genommen hast!


1) Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Während meines Biologiestudiums habe ich zweimal das Seminar „Krimis schreiben“ belegt. Mir machte das Schreiben Spaß und den anderen gefiel, was ich geschrieben hatte. Im Rahmen des zweiten Seminars habe ich dann den Anfang zu „Stadt der Tiefe“ geschrieben.

2) Hast du einen Ort, an dem du am liebsten schreibst?

Wenig aufregend schreibe ich am liebsten am Schreibtisch. Dort steht auch mein kleines Aquarium und wenn ich gerade mal nicht weiterweiß oder eine kurze Pause mache, schaue ich den Fischen zu.

3) Hast du eine/n Lieblingsautor/in oder vielleicht auch ein Vorbild?

Ich mag die Thriller von Preston/Child sehr gerne. Deren Ermittler Agent Pendergast ist für mich einer der interessantesten Ermittler.
Ansonsten mag ich die Bücher von Richard Laymon, Rick Riordan und Thomas Thiemeyer sehr gerne.

4) Planst du deine Geschichten von Anfang bis Ende durch, oder entwickelst du einiges erst beim Schreiben?

Ich habe festgestellt, ich kann nicht schreiben, wenn ich nicht weiß, auf welches Ziel ich hinschreibe. Bevor ich also anfange zu schreiben, plane ich die Handlung von vorne bis hinten. Erst in groben Zügen, dann die einzelnen Kapitel detaillierter. Allerdings kann es während des Schreibens oder Überarbeitens auch vorkommen, dass manche Idee und Handlungen einfach nicht funktionieren und ich diese dann nochmal ändern muss.

5) Hast du auch mal Schreibblockaden? Was tust du dagegen?

Eine Schreibblockade hatte ich bisher noch nicht. Ich habe allerdings festgestellt, dass es mich blockiert, wenn ich nicht den gesamten Handlungsablauf kenne. Wenn ich nicht so recht weiß, wie es weitergeht, verliere ich die Motivation zu schreiben oder beginne, mich in Nebensächlichkeiten zu verstricken.

6) Wieso hast du dich fürs Selfpublishing entschieden?

Nach meinen ersten Erfahrungen mit einem Kleinverlag und dessen absurden „Korrekturen“ meines Romans habe ich dann entschieden, dass ich erstmal selbst die Kontrolle darüber behalten wollte. Ich wollte entscheiden, wer das Lektorat macht, wie das Cover aussehen soll und wie das Buch gedruckt werden soll. Nachdem ich meine Infrastruktur für das Veröffentlichen dann einmal aufgebaut hatte, war es natürlich bei den nächsten Malen sehr viel einfacher.

7) Wie bist du auf die Idee zu „Castle Rose“ gekommen?

Ich fand Märchenadaptionen schon immer interessant und irgendwann habe ich dann mal überlegt, eine Reihe mit kürzeren Adaptionen zu machen, die sich im Steampunk-Genre bewegt. Ich hatte mir zu mehreren Märchen Steampunk-Varianten überlegt und dann mit Dornröschen begonnen. Schon beim Planen und auch nachher beim Schreiben habe ich aber gemerkt, so richtig kurz blieb die Geschichte nicht 😀

8) Was ist das Besondere an deiner Adaption?

Zum einen spielt meine Adaption „Castle Rose – das schlafende Schloss“ in einem Steampunk-Setting, was dem Ganzen einen etwas raueren Beiklang gibt.
Und dann ist die Protagonistin ein starkes, selbstständiges Mädchen, eine Diebin, die schließlich hingeht und den Prinzen versehentlich aufweckt – also Dornröschen mal andersherum.

9) Welchen Charakter hast du am liebsten geschrieben?

Julianna ist mir am leichtesten gefallen, da sie mir in vielen Dingen recht ähnlich ist. Am meisten Spaß gemacht hat allerdings Phoebe, da sie sehr frech ist und Juliannas Leben ordentlich durcheinanderbringt.

10) Was fasziniert dich besonders an Steampunk?

Ich mag zum einen die Ästhetik: Metall, Holz, Nieten, Zahnräder … Es ist einfach eine etwas weniger glattpolierte Welt, deren Stimmung immer etwas Geheimnisvolles und Abenteuerliches hat.
Und zum anderen gefallen mir die Themen sehr gut, die man im Steampunk aufgreifen kann. Es geht viel um Wissenschaft und Forschung, etwas, mit dem ich als Autor sehr viel anfangen kann und woraus sich tolle Geschichten entwickeln lassen.

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1 Kommentar

  1. […] Vorfeld der Veröffentlichung habe ich ein Interview mit der Autorin geführt. Dieses kann hier gelesen […]

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