Cover "It was always you"
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It was always you

Rezension zu „It was always you“ von Nikola Hotel

Meine Bewertung:

4 Sterne

Details:
Titel: It was always you
Reihe: Blakely Brüder Band 1
Autorin: Nikola Hotel
Verlag: Rowohlt Verlag
Seiten: 448
Kauflink: Amazon
Preis: 12,99 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book

Worum geht es?

„Sie wollte niemals zurückkehren. Er wollte sie nie gehenlassen …

Vier Jahre ist es her, dass Ivy alles verlor. Kurz nach dem Tod ihrer Mutter hat ihr Stiefvater sie ins Internat abgeschoben, weil sie sich ständig mit ihrem älteren Stiefbruder Asher stritt. Doch in diesem Sommer will ihr Stiefvater sie plötzlich unbedingt sehen und ruft sie zurück nach Hause – auf eine Insel an der Küste von New Hampshire. Dort trifft sie auch Asher wieder. Immer noch unausstehlich. Immer noch kompliziert. Und immer noch viel zu gut aussehend. Verdammt. Das Wiedersehen setzt ihr viel mehr zu, als sie erwartet hätte. Doch als Ivy erfährt, warum sie zurückkehren sollte, droht ihre Welt vollkommen auseinanderzubrechen…“

Klappentext "It was always you"

Zitat:

„Jeder Tag ist ein Geschenk, manchmal ist er nur miserabel verpackt.“ – Ivy

Meine Meinung:

Die Geschichte:

Vier Jahre vor Beginn der Geschichte wurde Ivy von ihrem Stiefvater mitten in der Nacht in ein Internat gefahren. Sie hatte keine Zeit sich zu verabschieden und durfte seitdem nicht zurück in das Haus ihrer Stieffamilie. Außer ihrem Stiefvater und der Haushälterin hat sich niemand bei ihr gemeldet. Umso überraschter ist Ivy, als sie plötzlich eine Nachricht erhält, in welcher sie zurück geordert wird.

Schon im Flieger trifft sie auf ihren älteren Stiefbruder Asher, als dieser auf der Toilette gerade Mitglied im Mile High Club wird. Als ihr Geldbeutel gestohlen wird, bietet er ihr an, sie mit dem Auto mitzunehmen.

Schnell wird klar, dass einige Dinge nicht so sind, wie Ivy sie erwartet hat. Ihr Stiefvater ist schwer krank, seine Söhne scheinen eine völlig andere Erinnerung an die Zeit, als Ivy weggebracht wurde, zu haben und jeder hat seine eigenen Probleme, mit denen er fertig werden muss. Tatsächlich hatte ich an dieser Stelle das Gefühl, die Geschichte bereits vollständig durchschaut zu haben, wurde aber im späteren Verlauf immer wieder durch unerwartete Wendungen überrascht. Die Geschichte und das Geheimnis um jene Nacht wird somit nie langweilig.

Das einzige Problem, das ich mit der Geschichte hatte, war an manchen Stellen die Beziehung zwischen Ivy und Asher. Man muss dazu sagen, dass die beiden nicht miteinander verwandt sind, weshalb es meiner Meinung nach auch kein Problem ist, wenn die beiden zusammen sind. Jedoch hat Ivy von Anfang an das große Bedürfnis zur Familie zu gehören und somit auch von Asher als Schwester angesehen zu werden. Auf der anderen Seite will sie allerdings auch eben nicht Ashers Schwester sein. Dieser Widerspruch in Ivys Bedürfnissen ist gut dargestellt und bietet einen interessanten Konflikt, da es jedoch schon vor der tatsächlichen Auflösung zu Intimitäten kommt, fühlte es sich für mich zeitweise an, wie emotionaler Inzest. Ich muss gestehen, dass es mir lieber gewesen wäre, wenn es erst zu einer Auflösung von Ivys Problemen gekommen wäre und danach erst zu Intimität.

Erwähnen möchte ich auch noch das Lettering, welches als Gimmick des Buches beworben wurde. Enthalten sind über 20 Handletterings als Illustration. Ivy besitzt ein Bullet Journal, welches sie Hedwig nennt, in das sie regelmäßig kleine Sprüche schreibt. Diese Sprüche wurden von der Illustratorin Carolin Magunia hübsch in Szene gesetzt und nehmen jeweils eine Seite ein. Anfangs hatte mich das neugierig gemacht, doch etwa ab der Mitte des Buches war ich von der Umsetzung eher enttäuscht. Die Nachrichten fühlen sich an, als wären sie gewaltsam in die Geschichte geschoben worden, damit man das ganze rechtfertigen konnte. Es bringt das Buch nicht weiter und fängt irgendwann an, zu nerven, weil es nicht so recht zum Rest passen will. Auch wenn viele dieser Nachrichten wirklich wunderschön illustriert sind, war das ganze leider nichts für mich.

„It was always you“ erzählt insgesamt eine Geschichte, die zum Träumen einlädt, mit einigen unerwarteten Wendungen und einem Geheimnis, dass es in sich hat.

Handlettering im Buch

Die Charaktere:

Ich war vom Beginn des Buches an begeistert davon, wie die Charaktere beschrieben wurden. Die Autorin vertraut ihren Lesern und zeigt ihre Charaktere in verschiedenen Situationen. Durch ihre Handlungen erlebt man von Anfang an, welche Eigenschaften sie haben. Da ist keine weitere Beschreibung notwendig. Dazu waren die Charaktere durch das Buch hinweg sehr konsistent und Entwicklungen wurden gut beschrieben.

Ich persönlich konnte nicht ganz so viel mit der Protagonistin Ivy anfangen. Sie ist ein sehr passiver Charakter, lässt beinahe alles mit sich machen und sagt selten, wenn sie etwas verletzt hat. Dazu entschuldigt sie sich teilweise noch, obwohl sie es ist, die verletzt wurde. Auch wenn sie gegen Ende des Buches etwas mehr Selbstbewusstsein bekommt und auch mal ihre Gefühle ausspricht, hat mich diese Passivität teilweise wirklich wütend gemacht.

Asher dagegen mochte ich sehr gerne. Er kommt zu Beginn des Buches eher wie ein typischer Bad Boy rüber, diese Fassade bröckelt aber schon sehr früh im Buch und man merkt, dass er eigentlich ein sehr lieber Mensch mit klaren Prinzipien ist. Sein Bruder Noah ist zwar etwas merkwürdig, hat aber ein Herz aus Gold und ich freue mich darauf, mehr von ihm im zweiten Band zu lesen.

Ein Charakter den ich leider am Ende gar nicht leiden konnte, war Harper – und dabei dachte ich bei ihrer Einführung noch, das ist der beste Nebencharakter seit langem. Harper ist freundlich, extrovertiert, schließt leicht Freundschaften und bezieht andere Menschen gerne mit in ihre Pläne ein. Und dann beschließt sie ihrem Freund etwas zum Geburtstag zu schenken, was dieser hasst, aber sie machen möchte. Dies wird nicht wirklich als schlecht dargestellt, was, meiner Meinung nach, keine gute Nachricht sendet. Insgesamt will Harper ihren Freund regelmäßig ändern, was von den anderen Charakteren unterstützt wird. Auch wenn dies eher am Rande der Geschichte passierte, hat mir das doch ziemlich sauer aufgestoßen.

Buchrücken "It was always you"

Fazit:

„It was always you“ ist ein Liebesroman zum Träumen. Mit gut dargestellten Charakteren und einer spannenden Geschichte. Trotz einiger Dinge, die ich persönlich nicht mochte, hatte ich sehr viel Spaß beim Lesen.

Übrigens habe ich dieses Buch in einem Buddyread gelesen. Schaut unbedingt mal auf den Instagramprofilen von diana-magictimes und astishexenewerk vorbei und lest, was die beiden über das Buch denken!

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2 Kommentare

  1. […] mit denen ich nicht ganz glücklich war, hatte ich Spaß und werde sicherlich auch Band 2 lesen. Hier findet ihr die gesamte […]

  2. […] ist der zweite Teil dieser Buchreihe.Hier gibt es die Rezension zum ersten […]

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