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Wildflowers: Rune & Adam

Rezension zu „Wildflowers: Rune & Adam“ von Christina Evans

Meine Bewertung:

Details:
Titel: Wildflowers: Rune & Adam
Autorin: Christina Evans
Seiten: 322
Kauflink: Amazon
Preis: 11,99 € (D) Taschenbuch; 2,99 € (D) E-Book
Erhältlich im Kindle Unlimited Abo

Worum geht es?

„Wildblumen sind freie Geister und unabhängige Denker, unbeeindruckt von Gleichheit und Prinzipien, sind sie wild und frei wachsend.

Rune ist Tochter einer Schaustellerfamilie, die Besitzer eines der gefährlichsten Fahrgeschäfte Nordamerikas ist. Sie weiß nur zu gut, wie es ist, Menschen zu treffen, die sie nach kürzester Zeit nie wieder sehen wird. Bisher hat sie das nie gestört, manchmal nutzte sie das sogar zu ihrem Vorteil. Doch eines Abends, auf einem Festplatz im warmen Kalifornien, tritt Adam in ihr Leben. Er ist pflichtbewusst, anständig und eigentlich all das, was Runde nicht ist. Er sieht so viel mehr in ihr als Vorurteile und Klischees. Denn für ihn ist Rune eine Wildblume.

Sich zu verlieben hat sich nie so wild und so frei angefühlt. Und noch nie so schmerzhaft.“

Meine Meinung:

Die Geschichte:

Rune und Adam kommen beide aus unterschiedlichen Lebensumständen. Während Adams Familie aus Deutschland in die USA ausgewandert ist, um ihm optimale Bedingungen für sein Wunschstudium der Meeresbiologie bieten zu können, wird Runes Familie oft als Zigeuner beschimpft, da sie mit ihren Wagen und Vergnügungsgeschäften durchs Land reisen. Rune hat nie eine feste Heimat gekannt und außer ihren engsten Freunden und Verwandten vom Jahrmarkt, hat sie keine bleibenden Bindungen. Um sich nicht wie das Zigeunermädchen, als das sie abgestempelt wird, zu fühlen, hat sie regelmäßig schnellen Sex mit Fremden, was ihr große Probleme mit ihrem Vater einbringt. In dieses Chaos kommt Adam und zunächst glaubt Rune, dass er auch nur wie alle anderen ist. Doch schnell wird klar, dass Adam wirklich Interesse an ihr hat. Die beiden verbringen eine unvergessliche Zeit miteinander, in dem Wissen, dass sie sich nach zwei Wochen vielleicht nie wieder sehen werden.

Auch wenn die tatsächlich vergehende Zeit im Buch sehr kurz ist, fühlt es sich doch an, als würden sich die Beziehung und die Gefühle der beiden Protagonisten natürlich entwickeln. Adam hat Interesse von dem Moment an, in dem er Rune das erste Mal sieht, während sie etwas länger braucht, um ihn richtig wahrzunehmen. Das zueinanderfinden der beiden geschieht nach und nach und wirkt nie aufgesetzt, oder gehetzt.

Ein großes Thema, welchem sich das Buch widmet, ist die Machtlosigkeit, welcher man ausgesetzt sein kann. Gerade im Fall von Jugendlichen, aber manchmal auch als Erwachsene. Sowohl Runes als auch Adams Vater wollen nicht, dass ihre Kinder eine Beziehung führen. Besonders Adams Vater wird immer wieder als sehr streng beschrieben. Er macht die Regeln im Haushalt und diese sind nicht immer ganz nachvollziehbar. Seine Mutter wirkt, wie eine Hausfrau aus den 50ern und widersetzt sich ihrem Mann nicht, auch wenn sie anderer Meinung ist. Dies führt dazu, dass sich Adam hilflos den Forderungen seines Vaters ausgesetzt sieht. In einer Zeit, in der eigentlich versucht, sich selbst zu finden, muss er immer gehorsam sein.

Der einzige Punkt, den ich an der Geschichte kritisieren würde, ist das Ende, welches meiner Meinung nach dann doch etwas gehetzt wirkt. Es gibt dabei eine kleine Vorschau auf den zweiten Teil, welcher dann vermutlich diese Teile etwas genauer erklärt, aber als Ende dieses Buches hat es mir leider weniger gefallen.

Mein Gesamteindruck der Geschichte war sehr positiv und ich habe die Autorin mehrfach dafür bewundert, wie einfühlsam und detailversessen sie ihr Buch geschrieben hat.

Die Charaktere:

Der männliche Hauptcharakter, Adam, ist meiner Meinung nach sehr gut beschrieben. Er ist insgesamt ein sehr sympathischer Charakter und die Autorin hat ihn sehr kohärent und gut verständlich beschrieben.

Mit Rune, der Protagonistin, war ich dagegen leider etwas weniger glücklich. Rune wurde immer wieder als besonders beschrieben. Und das ist natürlich auch völlig ok und nachvollziehbar, immerhin sind ihre Lebensumstände auch außergewöhnlich. Was ich nicht in Ordnung fand, war, wie nebenbei einfach andere Frauen niedergemacht wurden. Die Tatsache, dass sie eben nicht wie andere „typische“ Frauen ist, wird immer wieder wiederholt und dabei kommt es so rüber, als ob „gestylte Püppchen oder das nette Mädchen von nebenan“ eben schlechter sind.

Die Nebencharaktere der Geschichte sind gut geschrieben und angemessen charakterisiert.

Der Schreibstil:

Das Buch ist abwechselnd aus der Perspektive von Rune und Adam geschrieben. Zwischendurch gibt es Einschübe aus der Gegenwart, in welcher wir sehen, was aus Rune geworden ist.

Gerade für den Charakter Rune und die Kritik, die ich eben an ihr geäußert habe, sind die Teile, welche aus ihrer Sicht erzählt werden, essenziell. In Adams Erzählungen wirkt Rune als Charakter oft etwas flach und als hätte sie keine eigenen Motivationen. Die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt zu bekommen mindert dieses Bild etwas.

An manchen Stellen habe ich den Schreibstil als etwas verwirrend und nicht ganz klar empfunden, die meiste Zeit über war der Text aber angenehm und flüssig zu lesen.

Fazit:

Es gibt sehr vieles, was ich an „Wildflowers“ geliebt habe. Besonders die Geschichte an sich stach sehr hervor. Christina Evans hat sich einfühlsam in die Charaktere versetzt und eine Geschichte geschrieben, die vordergründig um eine Highschool Liebe geht, dabei aber auch schwierige Themen behandelt. Die wenigen Kritikpunkte, die ich habe, stören den Gesamteindruck nur gering, weshalb ich „Wildflowers: Rune und Adam“ definitiv weiterempfehlen würde!

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