Drama Love

Sag ihr, ich war bei den Sternen

Rezension zu „Sag ihr, ich war bei den Sternen“ von Dani Atkins

Meine Bewertung:

Details:
Titel: Sag ihr, ich war bei den Sternen
Autor: Dani Atkins
Verlag: knaur
Seiten: 432
Kauflink: Amazon
Preis: 9,99 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book

Worum geht es?

„Wohin reisen wir im tiefen Schlaf?

Stell dir vor, an deiner Seite steht der Mann, den du liebst. Seine Hand passt perfekt in deine. Sein Lächeln weckt dich am Morgen. Die Zukunft gehört euch beiden, ihr werdet heiraten. Und in deinem Bauch wächst ein Kind heran. Allein der Gedanke daran lässt dein Herz überlaufen vor Glück.

Doch dann: ein unachtsamer Schritt. Ein abgelenkter Autofahrer. Ein schrecklicher Unfall. Du fällst in einen tiefen Schlaf. Und das Leben geht einfach weiter. Wenn du erwachst, wird nichts mehr so sein wie zuvor. Denn dein Happy End gehört einer anderen…“

Meine Meinung:

Die Geschichte:

Maddie steht kurz davor, alles zu haben, was sie sich immer gewünscht hat: In wenigen Tagen wird sie den Mann ihrer Träume heiraten und in einigen Monaten erwartet sie das erste gemeinsame Kind. Da wird sie von einem Auto angefahren und fällt ins Koma. Wie durch ein Wunder wird das ungeborene Kind nicht verletzt und kommt zur Welt, ohne dass seine Mutter etwas davon merkt. Als Maddie aufwacht, ist für sie nur ein Herzschlag vergangen, für alle anderen jedoch sechs Jahre.

In der Geschichte wird sensibel und mitfühlend beschrieben, wie die Zeit bis zu Maddies Erwachen für ihren früheren Verlobten, Ryan und dessen spätere Frau, Chloe, war und wie sich die Dynamik verändert, nachdem sie erwacht. Jeder der drei hat dabei Ängste, Hoffnungen und Erwartungen und Dani Atkins beschreibt all diese mit sehr viel Empathie.

Im Laufe des Buches treffen weitere Schicksalsschläge die Familie. Diese sind leider meistens vorhersehbar. Zudem ist die Darstellung oft etwas unglaubwürdig. Ich kann mir etwa beim besten Willen nicht vorstellen, dass jemand zwei Tage nach einer schweren Gehirnoperation einfach aus dem Krankenhaus entlassen wird.

Eine Thematik, welche immer wieder mitschwingt, ist, ob es so etwas wie Schicksal gibt. Besonders Chloe hat zu dieser Frage immer wieder Gedanken und die Geschichte unterstreicht diese oft. Mit dem Thema wird dabei sehr sensibel umgegangen und gezeigt, dass nicht alles, was wir für Schicksal halten, auch tatsächlich Schicksal ist.

Der Schreibstil:

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Maddie und Chloe erzählt, wodurch beide Charaktere sehr viel verständlicher werden. Gerade zu Beginn kann der Leser eher geneigt sein, mit Maddie mitzufühlen und Chloe als die Gegenspielerin wahrzunehmen, aber tatsächlich ist dem nicht so. Chloe hat ihre eigenen Ängste und Gefühle, welche sie handeln lassen, wie sie es tut und sehr schnell wird durch das Erzählen aus ihrer Sicht klar, dass sie nicht die Feindin ist.

Die Charaktere:

Obwohl die Charaktere natürlich in einer Ausnahmesituation stecken, fand ich besonders bemerkenswert, wie erwachsen und reflektiert sie alle handelten. Zwar ist dem Leser immer klar, welche Gefühle dahinterstecken und an einigen Stellen hätte ich mir beinahe einen Gefühlsausbruch, sozusagen als Katharsis, gewünscht. Aber allen Erwachsenen ist klar, dass es um das Wohlergehen des Kindes geht. Auch wenn Maddie ihr Kind gerne in der Rolle der Mutter kennen lernen und sie so oft wie möglich sehen möchte, ist ihr klar, dass dies nicht von heute auf morgen geht. Auch wenn Chloe Angst davor hat, ihre Tochter vollkommen an deren leibliche Mutter zu verlieren, lässt sie sich nicht von diesen Gefühlen einnehmen.

Über das Buch hinweg entwickelt sich die Beziehung der Charaktere zueinander auf wunderschöne Weise. Gerade die beiden Frauen, Maddie und Chloe, entwickeln bald ein Band, welches zunächst auf der gemeinsamen Liebe für die Tochter gründet, später jedoch viel mehr ist als das. Es ist herzerwärmend, diese Entwicklung mitzuverfolgen.

Fazit:

„Sag ihr, ich war bei den Sternen“ ist ein unglaublich empathisch geschriebenes Buch, über die Beziehung verschiedener Menschen zueinander in einer schwierigen Situation. Auch wenn es Löcher in der Handlung gibt und diese streckenweise vorhersehbar ist, ist es umso schöner, den Charakteren beim Wachsen zuzusehen.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.