Fantasy Lesetipp

Nevernight – Das Spiel

Rezension zu „Nevernight – Das Spiel“ von Jay Kristoff“

Die ist der zweite Teil dieser Buchreihe. Hier findet ihr die Rezension zum ersten Teil.

Meine Bewertung:

Details:
Titel: Nevernight – Das Spiel
Reihe: Nevernight Band 2
Autor: Jay Kristoff
Verlag: Fischer Tor
Seiten: 704
Kauflink: Amazon
Preis: 22,99 € (D) Hardcover; 19,99 € (D) E-Book

Worum geht es?

„Mögen die Spiele beginnen…

Mia kehrt zurück nach Gottesgrab, der Stadt aus Brücken und Gebein. Als Auftragsmörderin der Roten Kirche folgt sie deren Befehlen aufs Wort und tötet, ohne Fragen zu stellen. Ihr eigentliches Ziel sind jedoch die Männer, die ihre Familie auf dem Gewissen haben: Konsul Scaeva und Kardinal Duomo.

Als Mia herausfindet, dass der Assassinenorden Scaeva schützt, kehrt sie ihm den Rücken und begeht ihre bis dahin größte Dummheit: Sie verkauft sich selbst in die Sklaverei, um als Gladiatorin bei den großen Spielen anzutreten. Denn dem Gewinner, so heißt es, wird eine private Audienz beim Konsul gewährt…“

Meine Meinung:

Die Geschichte:

Die Handlung beginnt mehrere Wochen oder sogar Monate nach dem Ende des ersten Teils und man befindet sich direkt im Geschehen: Mia verkauft sich in die Sklaverei. In Rückblenden erfährt man später, wie es dazu kam, was eine gute Entscheidung des Autors war. Dieser Teil würde sich am Stück gelesen nämlich vermutlich eher hinziehen. Es entstehen aber dennoch wichtige charakterliche Entwicklungen, Intrigen und anderes. Die Rückblenden tragen dazu bei, die restliche Geschichte etwas aufzulockern und Informationen dann zu geben, wenn sie relevant sind.

Insgesamt verfolgen wir Mia, wie sie zur Gladiatorin ausgebildet wird, ihre Mitstreiter kennen lernt und schließlich an Kämpfen in der Arena teilnimmt. Dabei muss sie sich zum ersten Mal wirklich ihren Ängsten stellen. Bisher wurden ihr diese von ihrem Begleiter genommen, diesmal steht sie jedoch zeitweise alleine da. Ebenso muss sie sich der Frage stellen, wie viel sie bereit ist, für ihre Mission zu opfern. Ist es wichtiger ihre tote Familie zu rächen, oder ihre neu gewonnenen Freunde zu schützen? Dies sind Probleme, welche sich durch das gesamte Buch ziehen und zu sehr viel Spannung führen.

Der Autor hat allerdings auch einige Stilmittel verwendet, welche mir persönlich nicht zusagten. So macht es mir einfach keinen Spaß über ein Liebes-Dreieck zu lesen. Dieses wird in diesem Buch objektiv wirklich gut eingesetzt. Die eine Seite des Dreiecks führt zu neuen Erkenntnissen über Mias Fähigkeiten und über das, was sie ist (und auch zu sehr vielen neuen Fragen), die andere Seite führt zu charakterlicher Entwicklung. Das Liebes-Dreieck nimmt auch nicht sonderlich viel Platz in der Geschichte ein. Trotz alledem konnte ich mich damit nicht anfreunden. Und genauso gab es mehrere Dinge, die ich einfach subjektiv in einer Geschichte nicht mag, die aber objektiv wirklich sehr gut vom Autor umgesetzt wurden.

Die Geschichte endet mit einem unglaublich spannenden Cliffhanger, nach dem ich froh war, dass ich das Buch erst jetzt lese und nicht, als es rauskam und ich zwei Jahre hätte auf die Fortsetzung warten müssen.

Der Schreibstil:

In meiner Rezension zum ersten Buch, habe ich den Schreibstil als „Klar und deutlich, teilweise vulgär, und doch immer mit dieser leicht lyrischen Note in den Beschreibungen!“ beschrieben. Dies setzt sich auch im zweiten Teil fort.

Da man die Welt an sich nun schon kennt, ist man auch weniger erschlagen, als im ersten Teil und auch die vielen Fußnoten, die ich im ersten Teil ein bisschen kritisiert habe, sind deutlich weniger geworden.

Wie im ersten Buch auch, beweist Jay Kristoff ein Talent dafür, zu wissen, wann er Informationen gibt und wieviel.

Die Charaktere:

Dieses Buch fokussiert sich charakterlich noch stärker auf Mia als das letzte. Wie eben bereits gesagt, hat sie einige schwere Entscheidungen zu treffen und Prüfungen zu überwinden und es zeigt sich wunderbar, wie sie sich unter diesem Druck verändert. Ob dies zum Guten oder Schlechten ist, ist dem Leser selbst überlassen. Mia ist keine Heldin, sie ist Assassine und muss häufig auch um ihr eigenes Leben kämpfen. Dabei ist es oft nicht möglich, jeden zu retten.

Auch andere Charaktere werden jedoch näher beschrieben. Mias Begleiter gehen regelmäßig für sie spionieren, wodurch man viele private Momente mitbekommt, von sonst unnahbaren Personen, wie der Domina, welche die Gladiatoren besitzt. Dadurch erfährt man nach und nach mehr über diese und kann auch für einige plötzlich Sympathie aufbringen.

Der einzige Charakter, welcher meiner Meinung nach etwas mehr Ausarbeitung hätte gebrauchen könnte, ist Ashlinn. Mias und ihre Beziehung war für mich sehr rätselhaft und nicht gut nachvollziehbar. Andererseits sorgten die fehlenden Informationen zu ihr auch für erhöhte Spannung und Ungewissheit darüber, wohin dieser Handlungsstrang führen würde.

Fazit:

Auch wenn es einige Stilmittel gab, die mich subjektiv nicht angesprochen haben, ist dieses Buch doch sehr gut und ein würdiger Nachfolger des ersten Teils. Der Schreibstil setzt sich fort und die Charaktere werden sehr gut dargestellt Die Geschichte selbst ist spannend, sehr gut erzählt und macht Lust auf mehr! Ich habe natürlich direkt mit dem dritten Band angefangen!

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1 Kommentar

  1. […] Hier gibt es die Rezension zu „Nevernight – Das Spiel“ […]

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