Cover "Sternenfeuer" auf dem Tolino
Fantasy Lesetipp Love

Sternenfeuer – Kaiserin der Drachen

Rezension zu „Sternenfeuer – Kaiserin der Drachen“ von Amy Erin Thyndal

Meine Bewertung:

4 1/2 Sterne
Cover Sternenfeuer

Details:
Titel: Sternenfeuer – Kaiserin der Drachen
Autorin: Amy Erin Thyndal
Verlag: Impress
Seiten: 329
Kauflink: Amazon
Preis: 12,99 € (D) Taschenbuch; 3,99 € (D) E-Book

Worum geht es?

„Schon seit ihrer Kindheit ist Xins Leben vorherbestimmt: Als mächtigste Sternentochter ihrer Generation soll sie die nächste Kaiserin von Midland werden und damit die Aufgabe übernehmen, den Menschen als Sonne zu dienen. Doch als der mit ihr verbundene Stern plötzlich verschwindet, scheint ihre Zukunft ungewisser denn je. Entschlossen macht sich Xin auf die Suche nach dem sagenumwobenen Orakel und trifft dabei auf Taron, der sie mit seinen mitternachtsblauen Augen sogleich in den Bann zieht. Und je länger die Sternentochter den Zwängen des kaiserlichen Hofes fernbleibt, desto mehr sehnt sich ihr Herz nach etwas, das nur Taron ihr geben kann. Doch ohne Xin ist Midland dem Untergang geweiht…“

Klappentext Sternenfeuer auf dem Tolino

Zitat:

„Ein Stern zu sein bedeutet nicht, einfach nur zu leuchten. Ein kleiner Lichtpunkt in den Nachthimmeln ferner Planeten, der die Dunkelheit abmildert. Für mich bedeutet ein Stern zu sein, zu strahlen und die Herzen der Menschen mit Licht zu füllen.“

Meine Meinung:

Die Geschichte:

In Midland, einem asiatisch geprägten Reich, werden alle paar Jahre magisch begabte Frauen geboren, die Sternentöchter. Traditionell wird die stärkste Sternentochter einer Generation zur Kaiserin gekrönt. Der mit ihr verbundene Stern wird daraufhin zur Sonne des Planeten. Diesen Zustand aufrecht zu erhalten, kostet die entsprechende Sternentochter jedoch viel Kraft, weshalb sie nach einer gewissen Zeit von einer neuen Kaiserin abgelöst werden muss.

Xin ist die stärkste Sternentochter ihrer Generation und somit die zukünftige Kaiserin. Sie ist dem Sohn des aktuellen Kaisers versprochen und wartet auf den richtigen Zeitpunkt, gekrönt zu werden. Ihr Leben ist vorherbestimmt und sie ist glücklich darüber. Auch ihre Sternenschwestern, Hua und Tian, haben ein vorbestimmtes Schicksal. Als jedoch Xins Stern und damit auch ihre Magie verschwindet, begibt sie sich auf eine gefährliche Reise. Auf dieser trifft sie zufällig den Botschafter eines anderen Reiches. Als ihre Gefühle für ihn wachsen, beginnt sie, ihr vorherbestimmtes Schicksal in Frage zu stellen.

Die Geschichte um die Sternentöchter hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Ich hatte allerdings, besonders zu Beginn, einige Probleme mit dem Weltenbau. Die Idee, dass die Sonne eines Planeten alle paar Jahrzehnte wechselt und dabei ein anderer Stern herangezogen oder für besondere Rituale mal eben weggeschickt wird, ist definitiv etwas Besonderes! Mir persönlich fiel es allerdings schwer, mich darauf einfach so einzulassen. Im späteren Verlauf des Buches gab es dazu mehr Erkenntnisse, die zwar einiges erklärt, für mich persönlich allerdings noch mehr Fragen aufgeworfen haben. Ich überdenke da aber vermutlich vieles einfach zu sehr!

Abgesehen davon gefiel mir das Buch allerdings sehr gut! Es gab grundsätzlich zwei Geschichtsstränge. Zum einen waren Xin und Taron auf der Reise zum Orakel und zum anderen blieben Hua, Tian und die Kaiserfamilie am Hof. Beide Geschichten waren spannend mitzuverfolgen, wobei ich tatsächlich etwas lieber dem zweiten Geschichtsstrang gefolgt bin. Irgendwie hat mich besonders Huas Geschichte sehr berührt!

Anleitung zum Aussprechen der Namen in Sternenfeuer

Die Charaktere:

Das Buch beginnt mit einer Auflistung davon, wie die Namen der Charaktere ausgesprochen werden. Ich persönlich fand dies sehr gut, es hat das Lesen am Anfang allerdings manchmal etwas verkompliziert, wenn ich schnell nochmal nachsehen musste, wie jemand nun richtig hieß.

Erzählt wird aus Sicht von Xin und Hua, die beide ihre Bürde zu tragen haben. Xin ist dabei zwar von Anfang an bewusst, dass sie keinen Einfluss auf ihr Schicksal hat, aber sie hat damit keinerlei Probleme. Hua dagegen tut sich damit etwas schwerer, auch wenn sie sich trotzdem in ihre Rolle als zukünftige Hüterin fügt. Über diese beiden Charaktere erfährt man sehr viel und ich finde beide sind gut ausgearbeitet und glaubhaft.

Die weiteren Charaktere dagegen sind unterschiedlich gut dargestellt. Von einigen, wie Taron und dem Sohn des Kaisers, Long, erlebt man genug, um sie einschätzen zu können, während andere sehr im Hintergrund bleiben. Dies sind dann allerdings auch meist für die Geschichte unwichtige Charaktere. Einzig von der dritten Sternentochter, Tian, hätte ich wirklich gern mehr gelesen, allerdings gibt es eine zusätzliche Kurzgeschichte zum Buch, welche aus ihrer Sicht geschrieben wurde, für alle, die wie ich gern mehr über sie wüssten.

Generelle Charaktermotive im Buch waren vor allem der Umgang mit einem vorherbestimmten Schicksal. In Xins Fall hängt das Überleben der gesamten Welt davon ab, dass sie dieses antritt und anfangs ist dies für sie auch in Ordnung. Doch im Verlauf des Buches hadert sie immer mehr damit. Ich finde dies wurde sehr gut umgesetzt und man leidet geradezu mit den Charakteren mit.

Fazit:

„Sternenfeuer“ ist ein tolles Buch mit einer guten Geschichte und großartigen Charakteren. Abgesehen von ein paar Problemen, die ich mit dem Worldbuilding hatte, hat es mich auf ganzer Linie überzeugt! Dies ist Romantasy vom Feinsten!

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