Cover "It was always love"
Love

It was always love

Rezension zu „It was always love” von Nikola Hotel

Dies ist der zweite Teil dieser Buchreihe.
Hier gibt es die Rezension zum ersten Teil.

Meine Bewertung:

3 Sterne
Cover It was always love

Details:
Titel: It was always love
Reihe: Blakely Brüder Band 2
Autorin: Nikola Hotel
Verlag: Kyss (Rowohlt Verlag)
Seiten: 464
Kauflink: Amazon
Preis: 12,99 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book

Worum geht es?

„Weg. Einfach nur weg. Das ist Aubrees einziger Gedanke, als sie nach einer Studentenparty von der Uni fliegt. Sie kauft sich ein uraltes Auto, schmeißt die wenigen Dinge, die sie besitzt, in den Kofferraum und flieht zu ihrer besten Freundin Ivy nach New Hampshire. Dort will sie nichts anderes, als sich die Decke über den Kopf ziehen und an nichts mehr denken. Nicht an diese Nacht. Nicht an die Party. Und vor allem nicht an das Foto, das seitdem von ihr im Internet kursiert. Doch das funktioniert nicht. Denn statt ihrer Freundin trifft sie auf Noah, Ivys Stiefbruder. Mit seiner impulsiven, aber überraschend sensiblen Art ruft Noah Gefühle in ihr hervor, die sie gerade gar nicht gebrauchen kann. Und die sie trotzdem mit sich reißen wie ein Sturm…“

Klappentext "It was always love"

Zitat:

„Irgendwo habe ich mal gelesen, dass die Inuit hundert Wörter für Schnee verwenden, doch das ist nichts im Vergleich zur Menge an sexuell abfälligen Schimpfwörtern, die es für Frauen gibt.“ – Aubree

Meine Meinung:

Die Geschichte:

Nachdem sie auf einer Studentenparty unter Drogen gesetzt wurde und nun ein explizites Foto von ihr im Internet kursiert, will Aubree nur noch weg. Ihre Freundin Ivy überlässt ihr für einige Tage ihre Studentenwohnung. Dort trifft Aubree auf den Stiefbruder ihrer Freundin, Noah. Er ruft sofort starke Gefühle in ihr hervor, doch Aubree hat nach ihren Erlebnissen starke Probleme mit Vertrauen und auch Noah hat mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen.

Abgesehen davon, dass dem Buch eine Triggerwarnung gutgetan hätte, fand ich den Einstieg in die Geschichte sehr stark. Ich konnte mit Aubree mitfühlen und auch wenn sie anfangs ganz anders rüberkam als im ersten Band der Reihe, war dies meiner Meinung nach verständlich. Auch wenn sofort einige Handlungen in Bezug auf ihr Trauma eher klischeehaft wirkten, war dies zu Beginn noch in Ordnung, da ich die Darstellung trotzdem sehr empathisch empfunden habe. Dies änderte sich jedoch leider recht schnell. Gerade in einem Buch, in dem es um eine Form von Missbrauch und damit umzugehen geht, erwarte ich von der Autorin, dass sie sich eingehend mit dem Thema beschäftigt. Leider wurden nur immer weiter Klischees genutzt und manche der dargestellten Dinge könnten für Opfer von ähnlichen Verbrechen sogar schädlich sein. So bekommt Aubree etwa Flashbacks während einer sexuellen Handlung und statt aufzuhören ignoriert sie es einfach. Dies wird im Buch als gute Art damit umzugehen dargestellt.

Es gibt noch viele Kleinigkeiten im Buch, die mich ebenfalls störten, wie etwa die Gleichsetzung von Anime und Hentai. Dies sind Dinge, die ich alleinstehend ignorieren würde, jedoch gab es so viele dieser Dinge, dass es mich über das gesamte Buch hinweg immer wieder gestört hat.

Das Ende des Buches wirkte sehr aufgesetzt und als wollte die Autorin krampfhaft in eine spezielle Richtung gehen wollen, egal ob dies zum Rest des Buches passte oder nicht. Vor allem die familiären Konflikte zwischen Noah und seinem Vater und die psychische Verfassung von Noah wurden nur sehr kurz in dem Buch behandelt und dann unter den Teppich gekehrt. Man hätte diese Themen entweder weglassen sollen, oder aber ihnen den Raum geben müssen, die sie brauchen.

Positiv erwähnen möchte ich allerdings das Lettering des Buches. In Band 1 hatte ich etwas kritisiert, dass dieses sich eher wie ein Gimmick anfühlte und nicht wie ein Teil der Geschichte. In „It was always love“ dagegen wurden diese sehr passend in das Buch eingearbeitet und fühlten sich viel organischer an.

Lettering im Buch "It was always love"

Die Charaktere:

Ebenso wie in Band 1 war ich schnell verliebt in die Charaktere! Die beiden Protagonisten, Aubree und Noah, machen es einem aber auch sehr leicht. Sie sind sympathisch und einfühlsam. Wie bereits erwähnt, wirkt Aubree zu Beginn des Buches anders, als im ersten Band, jedoch ist diese Veränderung meiner Meinung nach verständlich. Im Verlauf der Geschichte baut sie ihr Selbstbewusstsein wieder auf und ist auch beinahe die alte.

Ich war dagegen nicht ganz so glücklich mit den Nebencharakteren. Hier gab es etwa eine Gruppe Studenten, die zu den amerikanischen Ureinwohnern gehörten. Diese Charaktere kamen immer wieder im Buch vor, hatten jedoch mit einer Ausnahme keine Bewandtnis für die Geschichte und auch, dass sie amerikanische Ureinwohner waren, war nicht wirklich von Relevanz. Es fühlte sich etwas an, als ob die Autorin Bonuspunkte für Inklusion haben wollte, allerdings ist es auch möglich, dass sie hier nur ein zukünftiges Buch mit diesen Charakteren anteasern wollte.

Ein ganz großes Problem hatte ich auch mit Aubrees Boxlehrer. Dieser wurde immer wieder als sympathischer Kerl dargestellt und alle anderen Charaktere mochten ihn. Dabei hat er jedoch immer wieder extrem sexistische Dinge gesagt. Gerade nach Aubrees Erfahrungen fand ich es unglaubwürdig, dass sie so einer Person vertrauen würde.

It was always you und It was always love nebeneinander

Fazit:

Trotz eines starken Einstiegs und sympathischen Protagonisten, war dieses Buch für mich eher ein Reinfall. Der Umgang mit der Missbrauchsthematik war klischeehaft und wurde viel zu schnell abgehandelt. Ebenso erhielten andere wichtige Themen nicht den Raum, den sie benötigt hätten.

Genau wie Band 1 habe ich auch dieses Buch im Buddyread zusammen mit diana-magictimes und astishexenewerk gelesen. Schaut gerne auch bei den beiden vorbei, um ihre Meinung zum Buch zu erfahren.

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