Cover "Vanara - Aufstieg der Bahedor"
Fantasy Lesetipp

Vanara – Aufstieg der Bahedor

Rezension zu „Vanara – Aufstieg der Bahedor“ von Mark Wamsler

Meine Meinung:

4 1/2 Sterne
Cover "Vanara"

Details:
Titel: Vanara – Aufstieg der Bahedor
Reihe: Drachenfeuer Chroniken Band 1
Autor: Mark Wamsler
Verlag: Wunderhaus Verlag
Seiten: 400
Kauflink: Amazon
Preis: 16,00 € (D) Hardcover

Worum geht es?

„Ritter gegen Drachen. Wer gewinnt? Ein uraltes Übel kommt in die Welt zurück und ruft die Kirche kurz nach den Kreuzzügen wieder zu den Waffen. Auch die 17 Lenze alte Vanara hungert nach Abenteuern, sie sehnt sich nach mehr als dem tristen Leben in einem Gasthof in Ammerlingen. Niemand weiß davon, dass sie schon lange heimlich mit den aussätzigen Zwergen im Pferdestall die Schwertkunst erlernt. Sie ist bereit, riesigen Drachen und schrecklichen Dämonen zu besiegen. So denkt sie zumindest. Doch das Ritterhandwerk ist nur Männern bestimmt. Aber was, wenn sie eine Chance bekäme? Kann sie alle überlisten und beim Arma Sanctoum Wettbewerb als Gladior teilnehmen? Wie sind Drachen wirklich und wer ist dieser geheimnisvolle Junge, der ihr immer hilft? So beginnt eine abenteuerliche Geschichte von Mut, Verrat und gefährlicher Liebe.“

Klappentext "Vanara"

Zitat:

„Sie musste es einfach tun. Es war riskant, gefährlich und würde eine Menge Ärger geben. Aber sie konnte auf ewig an dieses Wochenende zurückblicken, an diesen einen Tag, an dem ein Mädchen am Arma-Sanctorum-Drachenlauf teilgenommen hatte. An dem sie am Arma-Sanctorum-Drachenlauf teilgenommen hatte.“

Meine Meinung:

„Vanara – Aufstieg der Bahedor“ wurde mir freundlicherweise als Rezensionsexemplar vom Wunderhaus Verlag bereitgestellt. Auf meine Meinung zum Buch hat dies jedoch keinen Einfluss.

Die Geschichte:

Vanara ist 17 Jahre alt und weiß genau, was sie ich für ihre Zukunft vorstellt: Ritter werden, am liebsten Gladior – die Art Ritter, die gegen Drachen kämpft! Doch sie ist eine Frau und somit steht ihr dieser Weg nicht offen. Als dann jedoch der Arma-Sanctorum Wettbewerb in ihrer Nähe stattfindet, sieht sie ihre Chance gekommen. Mit der Hilfe ihrer Zwergenfreunde tarnt sie sich als Junge und nimmt am Drachenlauf teil.

Von Anfang an fiebert man mit Vanara mit und obwohl einige Dinge in der Geschichte vorhersehbar sind, so tut dies der Spannung keinen Abbruch. Mark Wamsler schafft es auf wunderbare Weise, dass es viel wichtiger ist, wie die Charaktere etwas schaffen und weniger, ob sie es schaffen – doch auch die zweite Frage ist nicht in jeder Situation klar. Gerade in späteren Situationen sieht man deutlich, dass es wirklich um Leben und Tod gehen kann.

Besonders gut gefallen haben mir die Kampfszenen. Man merkt, dass der Autor hier Erfahrungen hat. Gerade in Situationen, in denen Vanara ihrem Gegner körperlich eigentlich unterlegen ist, wird gut beschrieben, wie sie dennoch siegen kann. So entsteht nicht das Gefühl, dass sie nur gewonnen hat, weil sie halt die Protagonistin ist.

Einzig die Liebesgeschichte des Buches hat mir so gar nicht gefallen. Irgendwie ging mir hier alles zu schnell und es fühlte sich nicht natürlich an, vor allem, da der männliche Protagonist im Allgemeinen nicht besonders sympathisch rüberkam. Ich konnte zwar verstehen, dass Vanara sich zu ihm hingezogen fühlte, jedoch weniger, dass die beiden so schnell eine derart enge Bindung hatten.

Abgesehen davon hat mich die Geschichte in „Vanara – Aufstieg der Bahedor“ völlig überzeugt und ich bin bereits gespannt, was für Abenteuer noch auf Vanara und ihre Verbündeten warten!

Kapitelanfang mit illustriertem ersten Buchstaben

Der Schreibstil:

Interessant am Buch sind die immer wieder verwendeten mittelalterlichen Begriffe, wie etwa „Metze“ oder „Carnifex“. Die ungefähre Bedeutung wird dabei immer durch den Kontext deutlich. Der restliche Schreibstil ist dagegen sehr modern. Anfangs fühlte es sich etwas seltsam an, immer wieder auf ältere Begriffe zu stoßen, ohne dass der gesamte Stil dem angepasst war, allerdings habe ich mich nach wenigen Seiten problemlos daran gewöhnt.

Die Charaktere:

Vanara ist ein glaubhafter Charakter. Sie ist mutig und hat ein Ziel vor Augen, welches sie mit viel Hingabe verfolgt. Dabei fand ich es sehr angenehm, dass sie aus Fehlern immer wieder lernt und ihr Verhalten anpasst. Auch wenn Vanara sehr viel Talent und eine besondere Kampftechnik hat und somit ihren Mitstreitern oft überlegen ist, so ist sie nicht unfehl- und unbesiegbar. Ich fand dies immer wieder schön zu sehen, da sie auf den ersten Blick eben manchmal so wirkt und ich derartige Charaktere eher langweilig finde.

Die meisten anderen Charaktere kommen eher am Rande vor. Zwischendurch hätte ich mir etwas mehr Interaktion mit Vanaras Mitstreitern gewünscht. Vor allem hätte ich gerne noch mehr davon gesehen, wie sie sich deren Respekt verdient.

Besonders erwähnen möchte ich hier noch die ziemlich interessante Darstellung der Zwerge in diesem Buch. Diese werden als Maulwurfsartige Wesen beschrieben und haben alle möglichen Tricks auf Lager. Auch wenn ich manchmal dachte, dass die Zwerge vielleicht etwas oft zufällig genau das richtige Mittel parat haben, war ich insgesamt begeistert von der Kreativität, die man hier sehen konnte!

Illustration im Buch Vanara; Künstlerin: Ketrin Rey

Fazit:

„Vanara – Aufstieg der Bahedor“ ist ein starker all-age Fantasyroman, den ich nur weiterempfehlen kann! Neben einer tollen Protagonistin und sehr kreativen Elementen haben mich besonders die realistischen Kampfszenen begeistert. Auch die wunderschönen Illustrationen aus Ketrin Reys Feder tragen zum sehr guten Gesamtbild bei. Ich freue mich bereits auf den zweiten Band!

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1 Kommentar

  1. […] und knackig: Ich kann dieses Buch unbedingt weiterempfehlen.Hier gibt es die komplette […]

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