Cover "Teenie Voodoo Queen"
Fantasy Love

Teenie Voodoo Queen

Rezension zu „Teenie Voodoo Queen“ von Nina MacKay

Meine Bewertung:

3 Sterne
Teenie Voodoo Queen Cover

Details:
Titel: Teenie Voodoo Queen
Autorin: Nina MacKay
Verlag: Ivi
Seiten: 448
Kauflink: Amazon
Preis: 10,00 € (D) Taschenbuch; 12,99 € (D) E-Book

Worum geht es?

„Die 17-jährige Dawn wird wegen ihrer roten Haare von ihren Mitschülern oft als Hexe verspottet – und sie haben recht. Nachts besucht Dawn heimlich die Voodoohexen-Schule von New Orleans, allerdings kann sie dort nicht gerade große Erfolge vorweisen. Egal, was sie versucht, Dawn zaubert nichts als Frösche oder Zuckerrüben. Ihre Voodoohexen-Mitschüler, angeführt von der hochnäsigen Hope, machen ihr deshalb den Schulalltag zur Hölle.

Doch dann verwandelt Dawn versehentlich einen Alligator in einen gut aussehenden Kerl, der ihr fortan nicht mehr von der Seite weicht. Gemeinsam mit ihm und dem Ex-Loa Kin, der Dawn gehörig durcheinander bringt, kommen sie einer Intrige der Voodoo-Gemeinde auf die Spur. Können sie die dunklen Mächte aufhalten, die New Orleans bedrohen? Und auf welcher Seite steht eigentlich Hope, die andeutet, mehr darüber zu wissen, warum Dawn eine Voodoo-Analphabetin ist.“

Klappentext "Teenie Voodoo Queen"n

Meine Meinung:

Die Geschichte:

Eine große Katastrophe droht, New Orleans zu zerstören und all seine Bewohner umzubringen und nur die Voodohexen des Ortes sind in der Lage, dies zu verhindern. In einem kurzen Vorwort erklärt die Autorin, dass ihre Version des Voodoo stärker an die tatsächlich in der Gegend praktizierte Version als an die originale Form aus Afrika, angelehnt ist. Für mich als Voodoo-Laien hat dies vor allem zu einer langen Wikipedia-Suche und vielen interessanten Informationen geführt. Ich finde es gut, dass, statt einfach nur Magie zu verwenden, mal etwas anderes verwendet wurde.

Die Geschichte hat leider mehrere Schwachstellen. So gibt es sehr viele zufällige Situationen, die nur geschehen, um die Geschichte voranzubringen. Wie etwa, dass über eine wichtige, geheime Sache geredet wird und niemand mitbekommt, dass eine Person, um die es geht, den Raum betritt und zuhört. Genauso ist es nicht sehr glaubwürdig, dass Dawn, nach nur 2 Tagen körperlichen Trainings, deutlich merkbar abgenommen hat (Ärzte hassen diesen Trick!).

Zudem ist es wirklich manchmal nervig, wie extrem Dawns Hormone mit ihr durchgehen. Sie starrt jeden gutaussehenden Typen an und das manchmal seitenlang. Und es ist nicht nur Dawn, sondern praktisch jedes Mädchen des Buches. Besonders ironisch finde ich dabei, dass Dawn dieses Verhalten bei all ihren Mitschülerinnen kritisiert, es aber wie gesagt, selbst genauso macht.

Abgesehen von diesen Dingen hat das Buch jedoch eine schöne Geschichte, die sinnvoll aufgebaut ist. Besonders das Ende war extrem gut geschrieben und es begann plötzlich, so vieles im Buch einen Sinn zu ergeben. Es ist eines dieser Enden, bei dem man sich fragt: „Wie konnte ich das nicht früher sehen?“

Der Schreibstil:

„Teenie Voodoo Queen“ besticht zu Beginn mit einem sehr humorvollen Schreibstil. Dieser setzt sich durch das gesamte Buch fort und hat oftmals dazu geführt, dass ich herzlich lachen musste. Doch leider gibt es auch zu viel des Guten und in diesem Buch ist das definitiv der Fall. Es gibt keine Pause mit den Sprüchen, den humorvollen Andeutungen und ähnlichem. Dies macht nicht nur jegliche Spannung, oder ernsthafte Entwicklung zunichte, sondern sorgt auch schnell dazu, dass es schwerfällt, die Situation insgesamt ernst zu nehmen.

Das Buch ist die meiste Zeit über aus Dawns Perspektive geschrieben, jedoch sind ein paar Abschnitte dazwischen, in welchen man die Perspektive von anderen Charakteren erlebt. Dies erlaubt es dem Leser, einige Dinge schneller zu verstehen, als Dawn und wichtige Hintergrundinformationen zu erhalten.

Verzierungen im inneren des Buches

Die Charaktere:

Hier habe ich leider die größten Kritikpunkte. Aber zunächst möchte ich eine Sache ansprechen, die ich sehr schade finde. Im Buch, sowie im echten New Orleans, gibt es eine große Anzahl an farbigen Personen. Trotzdem sind alle Hauptpersonen weiß (wobei ich zugeben muss, dass es bei Lin nicht so ganz klar ist, da seine Haut zwar als braun bezeichnet wird, seine restlichen Merkmale aber deutlich auf eine weiße Ethnie hinweisen und ich somit glaube, dass nur sonnengebräunte Haut gemeint war).

Dawn als Charakter wird anfangs sehr klar definiert, jedoch verliert sie beinahe alle ihre Merkmale innerhalb von zwei Tagen des Buches (ebenso wie ihre überschüssigen Kilos). Zuvor hatte sie ein niedriges Selbstbewusstsein und hat sich von allen runtermachen lassen, plötzlich gibt sie mehr oder weniger schlagfertige Antworten und es kümmert sie nicht mehr, was andere denken. Nicht, dass ich diese Entwicklung an sich schlecht finde, sie kommt nur völlig aus dem Nichts und geschieht in viel zu kurzer Zeit.

Jax, der Ex-Alligator, war etwas über 20 Jahre kein Mensch. Er ist somit körperlich etwa 20 Jahre, tatsächlich dagegen über 40. Er verhält sich jedoch meistens eher als wäre er 12 und als hätte er mehr als 100 Jahre der Weltgeschichte verpasst, so wenig weiß er. Ich habe bei einigen Dingen recherchiert und ja es gab schon Rittersport Schokolade in den 90ern. Sein Verhalten ist leider eher nervig.

Lin dagegen bleibt als Charakter völlig blass und farblos und scheint nur zu existieren, damit es ein Liebesdreieck geben kann (habe ich schonmal erwähnt, dass ich das hasse?). Was traurig ist, da er eigentlich eine wirklich interessante Hintergrundgeschichte hat, aus der man sehr viel mehr hätte machen können.

Fazit:

Eine interessante Geschichte, mit einem coolen Magiesystem, welche leider durch unglaubwürdige Charaktere und die Tatsache, dass man das Buch irgendwann nicht mehr ernst nehmen kann, zunichte gemacht wird.

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