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Fantasy Love

Midnight Chronicles – Schattenblick

Rezension zu „Midnight Chronicles – Schattenblick“ von Bianca Iosivoni und Laura Kneidl

Meine Bewertung:

3 1/2 Sterne

Details:
Titel: Midnight Chronicles – Schattenblick
Reihe: Midnight Chronicles Band 1
Autorin: Bianca Iosivoni
Verlag: Lyx
Seiten: 448
Kauflink: Amazon
Preis: 14,90 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book

Worum geht es?

„449 entflohene Seelen. 449 Tage, um sie zurück in die Unterwelt zu schicken. Roxy weiß, dass ihre Mission so gut wie unmöglich ist. Dass sie jetzt auch noch ein Auge auf den mysteriösen Shaw haben soll, der von einem Geist besessen war und seitdem keinerlei Erinnerungen an seine Vergangenheit hat, passt ihr daher gar nicht. Vor allem weil das Kribbeln zwischen ihnen mit jedem Augenblick, den sie miteinander verbringen, heftiger wird. Und das ist nicht nur für Roxys Herz gefährlich – sondern auch für ihr Leben…“

Zitat:

„Der einzige Grund, aus dem ich dieses Restaurant ausgewählt hatte, war die Dessertkarte gewesen, also wollte ich auch in den Genuss dieses Triplet Chocolat Cakes kommen. Dafür würde ich glatt meine Seele verkaufen. Na ja, also wenn ich das nicht schon getan hätte. Irgendwie zumindest.“ – Roxy

Meine Meinung:

„Midnight Chronicles – Schattenblick“ wurde mir freundlicherweise als Rezensionsexemplar vom LYX Verlag und NetGalley bereitgestellt. Auf meine Meinung zum Buch hat dies jedoch keinen Einfluss.

Die Geschichte:

Roxy ist eine Huntress im Londoner Hunter Institut. Das bedeutet, dass sie täglich den Kampf gegen Geister, Vampire, Ghule und andere übersinnliche Kreaturen aufnimmt, um die Menschen davor zu beschützen. Sie selbst besitzt dabei keine besonderen vererbten Fähigkeiten, wie die meisten anderen Hunter, sie wurde jedoch darin trainiert, magische Amulette zu verwenden. Vor einiger Zeit hat sie versehentlich ein Tor zur Unterwelt geöffnet und damit 449 Seelen befreit. Sie hat nun genauso viele Tage Zeit, um diese zurückzubringen, sonst wird sie selbst sterben.

Auf der Jagd nach einer dieser Seelen trifft sie auf Shaw, der von einem Geist besessen ist und dessen Austreibung bei ihm eine Amnesie auslöst. Roxy und ihr Hunterpartner Finn nehmen ihn daher mit, um die Ursache dafür herauszufinden. Shaw stellt sich als natürlich begabter Hunter heraus, weshalb er beginnt, zu trainieren.

Grundsätzlich bin ich der Meinung, ein Buch sollte direkt von Anfang an fesseln. Leider hat dieses Buch so ziemlich das Gegenteil getan und erstmal Informationen ohne Ende gegeben. Diese hätte man noch gar nicht gebraucht und da ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich investiert in die Geschichte war, fiel es mir doch eher schwer, alles zu behalten. Etwas überrascht war ich dann davon, dass genau die gleichen Informationen wenige Kapitel später erneut gegeben wurden, diesmal nicht an den Leser, sondern an Shaw, den neuen Hunter. Die erste Hälfte des Buches fühlte sich leider eher an, wie ein Exposé, weil es andauernd neue Hintergrundinformationen gab, egal an welcher Stelle die Geschichte gerade war. Oft passten die Informationen somit nicht zu dem, was gerade geschah.

Auch Spannung kam in der ersten Hälfte des Buches bei mir nicht wirklich auf. Oft standen Roxy und andere Hunter vor einem Geist und es wurde erklärt, dass dieser Gegner ganz besonders stark sei. Es dauerte jedoch nur ein bis zwei Sätze, bis dieser Geist besiegt wurde. Eine Geschichte kann mir noch so oft sagen, dass der Gegner stark ist, wenn dieser dann so schnell besiegt ist, fühlt es sich einfach nicht danach an.

Die zweite Hälfte des Buches war dann allerdings deutlich besser. Hier kam wirklich Spannung auf, vor allem in den Kämpfen. Es wurde ein starker Gegner eingeführt, der diesen Titel auch wirklich verdient hat. Da zu diesem Zeitpunkt alle wichtigen Informationen bereits gegeben wurden, gab es auch damit keine Probleme mehr. Wäre das ganze Buch ähnlich wie die zweite Hälfte, so wäre es ein echt tolles Buch gewesen!

Die Charaktere:

Abgesehen davon, dass sich die Charaktere anfangs immer wieder von Kopf bis Fuß ganz genau betrachten (und dabei dann gerne mal auf Roxys Brüste starren…), war ich mit der Charakterisierung mehr als zufrieden. Auf den ersten Blick wirkt zumindest Roxy etwas klischeehaft (harte Schale, weicher Kern), aber tatsächlich steckt so viel mehr dahinter. Gerade sie ist mir über das Buch hinweg sehr ans Herz gewachsen.

Auch die Beziehung zwischen Roxy und Shaw hat mir sehr gut gefallen, da diese in einem angenehmen Tempo ablief und nicht erzwungen schien. Auch wenn hier bis zum Ende wenig passierte, was Romance-Fans vielleicht stören könnte, merkte man die Chemie zwischen den beiden und auch die Entwicklung ihrer Beziehung.

Fazit:

Leider wirkte „Midnight Chronicles – Schattenblick“ nicht wie ein eigenständiges Buch in einer Reihe, sondern nur wie ein Einstieg in diese. Es gab besonders zu Beginn zu viele Informationen, an Stellen in der Geschichte, wo diese nicht hinpassten und ein wirklicher Gegner wurde erst nach der Hälfte des Buches eingeführt. Ab diesem Punkt jedoch nahm das Buch Fahrt auf und konnte mich auch überzeugen. Ich denke, ich werde der Reihe eine weitere Chance geben und hoffe, dass der nächste Teil insgesamt stärker ist.

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